Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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17.9.2019

Prignitz Aktivurlaub 50 plus
Ein Rückblick

von Heidrun Borghardt

Am Donnerstag, 10. September, war es so weit. Eine Gruppe von 12 Frauen und Männern machte sich von Lichterfelde auf den Weg in die Prignitz, der nordwestlichen Region von Brandenburg.

Mit Autos und den Fahrrädern huckepack erreichten wir gegen Mittag unser Quartier, den Hirschhof Hildebrandt in Freyenstein. Ein wunderbarer Mittagsimbiss wartete schon auf uns, wir bezogen unsere Zimmer in der gemütlichen Pension.

Danach starteten wir unsere erste Radtour in die nähere Umgebung an den Massower See, der schon zu Mecklenburg gehört. Vater und Sohn Hildebrandt fuhren mit dem Landrover an den See, brachten Tische und Bänke mit und servierten uns Radfahrern leckeren selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Bei schönstem Sonnenschein und inmitten der wunderbaren Natur konnten wir diesen Nachmittag genießen, einige nahmen ein Bad im See. Auf der Rückfahrt besichtigten wir die Fachwerkkirche von Dammwolde. Einige Kilometer weiter stiegen wir von unseren Rädern auf einen Planwagen um. Im Gehege bei den Damhirschen und Wildschafen von Herrn Hildebrandt fuhren wir so lange im Kreis, bis wir drei Körbe mit Äpfeln an das Hirschrudel verfüttert hatten. Dann waren auch wir hungrig und radelten zurück nach Freyenstein. Dort wartete in unserem Gasthof ein leckeres Abendbuffet mit Wildspezialitäten auf uns. Der Abend endete mit einer Vorstellungsrunde und guten Gesprächen bei Kerzenschein im Innenhof.

Der Freitag begann mit Morgengedanken von Petra Drachenberg und einem reichhaltigen Frühstück. Danach starteten wir zu unserer zweiten Radtour. Wir überquerten wieder die Landesgrenze von Brandenburg nach Mecklenburg. Mittags haben wir im Haus Gagelmann in Meyenburg Rast gemacht. Ein Spaziergang durch den Schlosspark führte uns dann um 15.00 Uhr in das bekannte Modemuseum Schloss Meyenburg, wo uns Josefine von Krepl persönlich ihre Sammlung zeigte. Wir bekamen Mode und Accessoires aus den Jahren von 1900-1970 zu sehen. Dies war ein wirkliches Highlight. Anschließend bekamen wir dort noch Kaffee und Kuchen. Durch den Schlosspark liefen wir zurück zum Anwesen der Familie Gagelmann. Pfarrer Poetter erzählte die Geschichte des Hauses und der Familie, aus der seine Frau stammt. Wir grillten am Lagerfeuer, Frank griff zur Gitarre und wir sangen mit. Spät fuhren wir dann im Mondschein mit unseren Fahrrädern zurück nach Freyenstein. Nach der allabendlichen Tagesauswertung und einem letzten Glas fielen wir in unsere Betten.

Für Sonnabend stand nach Morgenandacht und Frühstück eine Tagestour zum Plauer See auf dem Programm. Gemeinsam radelten wir nach Bad Stuer und besichtigten die Kirche – ein weiterer für die Region typischer Fachwerkbau. Nach einigen Irrwegen fanden wir schließlich die Stuer'sche Hintermühle am Südufer des Plauer Sees.

Hier trennten wir uns in zwei Gruppen: Einige von uns wollten baden und dann bis nach Malchow fahren, also gut 60 km radeln. Den anderen war das zu weit, sie blieben lieber am Seeufer. Der holprige Weg entlang des Plauer Sees ließ einen immer wieder innehalten und in die wunderbare Natur schauen.

Am Abend erwartete uns in unserem Gasthof leckerer Hirschbraten mit Rotkohl und Klößen. Dies war dann schon unser letzter Abend. Wir blickten zurück und tauschten uns aus. Alle waren der Meinung vier wunderschöne Tage mit sehr netten Menschen verbracht zu haben. Eine Gruppe von unterschiedlichen Menschen, die sehr schnell zu einer guten Gemeinschaft zusammen gewachsen ist. Rücksichtnahme und Aufeinanderwarten war oberstes Gebot, somit fühlte sich keiner ausgeschlossen, auch wenn man nicht so schnell war im Sattel.

Am Sonntagmorgen begannen wir wieder mit einer Andacht. Nach dem Frühstück wurden die Fahrräder verladen, es ging mit den Autos zum klaren Drewitzer See. Leider peitschte der Regen und verdarb uns die Lust am Baden. Deshalb besuchten wir noch das ehemalige Jagdhaus von Erich Honecker. Dort haben wir noch ein leichtes Mittagessen zu uns genommen und sind dann in Richtung Berlin gefahren.

Wir danken an dieser Stelle den Menschen, die diese Reise ermöglicht haben: Lutz Poetter, Pfarrer der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf und Petra Drachenberg, Leiterin der Familienbildung im Kirchenkreis Steglitz. Sie haben uns begleitet und sich rührend um uns alle gekümmert.

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