Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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8.12.2019

Die Perlen des Lebens
Familienfreizeit im Mai 2009

Ein Rückblick von Sabine Hahn

Nach einjähriger Pause fand dieses Jahr endlich wieder eine Familienfreizeit zu Pfingsten statt.

Der Kreis war dieses Jahr zwar klein, dadurch jedoch intensiv und konzentriert. Jarl (10) bemerkte bei der Abschlussrunde, dass dieser kleine Kreis gut dafür war, den einzelnen besser und gründlicher kennen zu lernen. Wir waren eine Truppe, deren Gesamtalter 366 Jahre betrug, was einen Altersdurchschnitt von 33,3 Jahren machte. So fühlten wir uns dann auch durchgängig: im besten Alter. Tatsächlich waren die jüngste Teilnehmerin 6 Jahre und die Älteste 67 Jahre alt. Dies errechneten die Kinder während einer Schatzsuche.

Pfarrerin Susanne Peters-Streu hatte liebevoll und mit einem Fundus an wundervollen Materialien etwas zum Thema "Perlen des Lebens" für uns vorbereitet.

Doch zunächst ein paar Eckdaten zu den "Perlen des Lebens":

Im Spätsommer 1995 entstand der Perlenkranz von Martin Lönnebo. Er war als Bischof des Stiftes Linköping gerade in den Ruhestand gegangen. Nun war er in Griechenland, fuhr mit dem Boot von Insel zu Insel, las und genoss die freie Zeit. Er konnte ein kleines Zimmer anmieten – und in diesem Raum begann er den Perlenkranz zu zeichnen, der nun die "Perlen des Lebens" heißt.

Als er über ein Hilfsmittel für die spirituelle Sehnsucht des Menschen nachdachte, sah er vier Anforderungen als besonders wichtig an:

Dieses Hilfsmittel sollte die Form des Gebetes haben.

Es sollte den Kern des christlichen Glaubens zusammenfassen – und dies in einer Weise, der man sich leicht und ohne Angst nähern kann.

Es sollte den modernen Menschen ansprechen und ihm gefallen.

Und es sollte konkret sein, etwas Greifbares, das man in die Hand nehmen kann.

Besonders die Berührung war Martin Lönnebo wichtig: "Die Ohren werden heutzutage dauernd angesprochen, ebenso die Augen; demgegenüber kommt die Berührung zu kurz. Man kann Bücher über Gott schreiben, doch die Begegnung mit Gott liegt jenseits der Worte und es geht im Grunde darum, berührt zu werden. Berührung ist von zentraler Bedeutung für den Menschen", sagt Martin Lönnebo.

Neben der inhaltlichen Arbeit am Perlenkranz konnten wir durch die Umsetzung mit verschiedenen Materialien den Perlenkranz noch besser erfassen. Besinnungs- und Meditationsübungen zu den einzelnen Perlen rundeten die Erfahrung damit ab und dienten dazu, sich auch langfristig im Alltag damit auseinander zu setzten und über die Kette einen Erinnerungsanker zur Hand zu haben.

"Die Menschen haben es heutzutage so eilig. Die Perlen des Lebens wollen uns dazu bringen, das Tempo zurückzunehmen. Sie wollen uns zum Innehalten bringen… Wir alle lassen uns zu sehr von nach außen treiben und werden die ganze Zeit an die Peripherie geschleudert und so werden wir dazu verführt, zu glauben, dass dort das Zentrum des Lebens liegt. Das Unwichtige, Unwesentliche wird zum Wesentlichen. Der Kranz weist die ganze Zeit zum Zentrum, zur Einfachheit, die aber keine Vereinfachung ist." (Martin Lönnebo)

Es war eine gelungene und bereichernde Fahrt. Neben den gemeinsamen Mahlzeiten, spazierten wir durch den Wald zur 800- Jahrfeier von Storkow und wurden vom Unwetter erwischt, spielten Montagsmaler, Riesenmikado, Pantomime, Tischtennis und hatten Zeit zum Austausch. Wir bastelten und malten und ein jeder fertigte sich einen Perlenkranz. Ilona begleitet unseren Gesang mit der Querflöte und Leonie (Violine) und Jarl (Cello) erfreuten uns mit ihren musikalischen Soli.

Den Abschluss rundete ein Bad im eiskalten Wasser im Storkower See ab. Allerdings gab es nur vier Mutige: Susanne, Leonie, Jarl und Bjarne. Wir anderen spielten Federball und Wurfball.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr (so Gott will) und hoffen, dass dann wieder viele Familien, auch Großeltern, mitkommen werden.

Bis zur nächsten Fahrt!!!

Sabine Hahn

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