ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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24.3.2019

Bericht aus dem Gemeindekirchenrat
Sitzung vom 13. Februar (in Brandenburg an der Havel)

von E-Mail

Liebe Gemeinde,
im Februar lief im GKR einiges anders und das lag nicht am Fasching. Die jährliche Rüste des Gemeindekirchenrats – wieder in Brandenburg – stand auf dem Terminkalender. Sie fand am Wochenende vom 13. bis 15. Februar statt. Wegen der äußerst kurzen Tagesordnung gab es keine gesonderte GKR-Sitzung, sondern auch die wurde am ersten Tag in Brandenburg abgehalten. Deshalb ist mein Bericht eher ein Rüstebericht, aber das wird Sie hoffentlich nicht enttäuschen...


oben von links: Jürgen Kuhnert, Ralph-Peter Klein mitte: Michael Sieke, Torsten Lüdtke, Sonja Wagner Detlef Lutze, unten: Reiner Kolodziej, Annette Pohlke, Ruth Lewin, Susanne Rybacki, Susanne Peters-Streu
 

Das Wetter war eisig und damit im völligen Gegensatz zu der Stimmung im Gemeindekirchenrat. Mit viel Engagement stellten sich die Teilnehmer dem durch eine Vorbereitungsgruppe geplanten Programm. Aber auch die Kommunikation und das Kennenlernen untereinander kam bei den gemeinsamen witterungsbedingten kurzen Spaziergängen, den Mahlzeiten und natürlich dem abendlichen Beisammensein nicht zu kurz.

Hier nun mein Bericht:

Zu Beginn fand die kurze GKR-Sitzung mit Personalbeschlüssen und dem Beschluss, das Klavier in der Petruskirche zu sanieren, statt.

Danach ging es in die eigentliche Rüste mit dem Thema: Ausstellungen in der Petruskirche, Umgang mit unserem Kirchbau, sakrale Räume.

In dem ersten Programmpunkt erzählen die Teilnehmer von ihrem ersten Kontakt mit einem Kirchenbau, mit einem Gottesdienst und mit der Petruskirche.

Danach war es die Aufgabe, einen/den Raum in einer Wunsch-/Traumkirche zu malen/zeichnen. Die unterschiedlichen eines meist dem Gottesdienst verhafteten, aber doch auch dem gemeinsamen Feiern mit Gemeinde in unterschiedlichen Zusammensetzungen Raum gebenden Entwürfe der Teilnehmer werden auf einem großen Plakat zu einem gemeinsamen Kirchenbau zusammengefügt und begleiten den GKR dann durch die ganz Rüste.

Dritte Einstiegsfrage war: Welche Punkte, Themen oder Voraussetzungen sind die zwei Wichtigsten im Zusammenhang mit einem Gottesdienst?

Die GKR-Teilnehmer nennen Begriffe, die auf einem Blatt aufgetragen ebenso durch die Rüste hindurch präsent sind. Die beiden häufigsten Nennungen sind:

Predigt/Gespräch – interaktiv und Stille.

Der Sonnabend startet unter Moderation von Frau Ina Kaufmann mit einer beweglichen Begrüßung und einem Kennenlernen anderer Art und wird durch das Erstellen einer Timeline Petruskirche, beginnend 1978 bis heute, fortgesetzt.


 
 

Was läuft gut in der Petruskirche und soll so bleiben?

Die Petruskirche ist als Ort der Begegnung und als Kulturkirche über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Die Petruskirche hat damit eine positive Außenwirkung. An diesem Ort erlebt man das Engagement vieler Menschen in Gruppen, die sich selbst organisieren und auch tragen. Die Petruskirche wird damit ein Platz der Vielfalt.

Unveränderter Bestandteil soll auch in Zukunft die Kultur in der Petruskirche mit ihren vielfältigen Musikveranstaltungen und Ausstellungen bleiben. Unverzichtbar ist ebenso die offene Kirche mit Ihrem Frühstücksangebot, die auch Kirchenferne zum Kommen animiert.

Das variable Mobiliar unterstützt die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten. Insgesamt gibt die Petruskirche ein positives offenes Bild von Kirche und Gemeinde für Menschen.

Danach setzt sich der GKR durchaus auch kritisch mit der Nutzung der Petruskirche auseinander: Was schlecht ist in der Petruskirche und sich ändern soll. Hier einige Ergebnisse des Nachdenkens...

Es fehlt ein Ort der Stille und Besinnlichkeit. Der Petruskirche mangelt es an Raumatmosphäre (Heimlichkeit, Intimität). Der Eingangssituation mangelt es an Stilgefühl (... Not des Stauraums). Es fehlt der Stauraum für Kleinkram, Inventar und nicht unterzubringende Podeste. Dadurch entsteht leicht der Eindruck von ... Mangel an Ordentlichkeit.

Es wird ferner bemängelt, dass es für die Vielfalt an Nutzern keine wirklich funktionierenden Kommunikationsstrukturen gibt. Dies gilt sowohl für das Gespräch zwischen ausstellenden Künstlern und der Gemeinde (offene Nachgespräche), als auch zwischen den einzelnen Gruppen. Die Veranstaltungen sind häufig unverbunden und beliebig in ihrer Terminwahl. Es fehlt die offensive Wahrnehmung des Anderen (Wissen und Wichtignehmen).

Daraus entstehen zwei bindende Verabredungen des GKR:

Es müssen Lösungen her für Stauraum (Bücherbasar, Kulturgruppe und Podeste). Es muss ein stimmiges Konzept für einen einladenden Eingangsbereich her.

Nach Fertigstellung des Altarraums soll unter Hinzuziehung eines Architekten ein stimmiges Gesamtbild der Petruskirche, durch den Kirchenraum, durch die Winterkirche bis zum Eingangsbereich entwickelt werden, das auch die Stauprobleme löst. Prüftermin ist März 2010.

Für die Verbesserung der Kommunikationsstrukturen wird es noch im Herbst 2009 eine moderierte Veranstaltung zur Förderung der Kommunikation mit Einladung an alle beteiligten Gruppen geben. Ziele: gegenseitiges Kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsame Lösungen für die Kirchennutzung finden. Alle Gruppen bereiten sich auf diese Veranstaltung vor (Wer bin ich, was will ich, was kann ich beitragen?)

Auf der Märzsitzung des GKR wird eine Vorbereitungsgruppe dafür gebildet.

Der Gottesdienst in der Winterkirche im Brandenburger Dom brachte mindestens auch die Erkenntnis, dass die baulichen Probleme (hier die Art der Beleuchtung, der Bestuhlung und des Altarraums) nicht nur bei uns verbesserungswürdig sind.

Diese Erkenntnis ist keine Entlastung, allenfalls Trost.

Mit dem Gefühl einer harmonischen, heiteren und gelungen Rüste traten alle Teilnehmer nach dem Mittagessen ihre Heimreise an.

Ganz liebe Grüße an Sie und schauen Sie mal wieder bei uns vorbei, wann und wo auch immer ...

Ihr Detlef Lutze