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17.1.2019

Gospelkirchentag
Ein Rückblick

von Karla Brüggemann und Friderice Walther

Vom 5. bis 7. September waren wir – eine Gruppe der "Petrus Gospel Singers" – zusammen mit dem Chorleiter, Michael Zagorni, beim 4. Internationalen Gospelkirchentag in Hannover.

Am Freitag ging es um 18 Uhr mit der Eröffnungsveranstaltung auf dem Trammplatz am neuen Rathaus los. Wir sind ja schon von den Gospelchortreffen eine tolle Stimmung gewohnt, aber dass Chöre in der Straßenbahn proben und damit für gute Stimmung sorgen war neu und sehr schön.

Die Organisation war nahezu perfekt, es fehlte lediglich Wasser, die Hannoveraner waren sehr hilfsbereit und freundlich, so dass die Randbedingungen so gut waren, dass alle sich auf das Singen konzentrieren konnten.

Eines der Highlights des Gospelkirchentages war der Abschluss der Eröffnungsfeier, das gesungene Vaterunser. Die Sängerin im Lichtkegel auf dem Rathausbalkon, Stille ringsum (es war ja tatsächlich still!) und dann diese Stimme! Gänsehaut pur und Besinnung, Andacht.

Am nächsten Tag, Samstag, dann mit Schwung in die Probe des Massenchors. In der AWD-Halle versammelten sich 4000 Sängerinnen und Sänger. Es war toll, mit so vielen zusammen singen zu können! Und erstaunlich, wie schnell die Chorleiter mit uns die Lieder einstudierten. Nachmittags folgten die Workshops und Konzerte. Überall in der Innenstadt waren Bühnen aufgebaut, auf denen Chöre ihre Lieder zum Besten gaben und die Hannoveraner, die in großer Zahl gekommen waren, um bei einer guten Tasse Kaffee Gospelmusik zu hören, unterhielten. In den Workshops gab es die Möglichkeit, ein wenig Stimmbildung zu betreiben, Bodypercussion zu üben oder Chorpräsenz zu vertiefen. Auch waren Einheiten für angehende Solisten oder schon geübte eingerichtet, in denen Tipps gegeben und Techniken geübt wurden. Abends durfte dann beim Kirk-Franklin-Konzert mitgesungen und getanzt werden. Für die meisten war das vielleicht der absolute Höhepunkt, es war schon interessant, einem Profi dabei zuzuschauen und zuzuhören.

Sonntags durften wir nach einer weiteren Probe ein wenig entspannen und am Nachmittag kam dann der absolute Höhepunkt: der gemeinsame Abschlussgottesdienst, zu dem auch die Hannoveraner eingeladen worden waren. Nach unserer Schätzung waren mit Sängerinnen und Sängern insgesamt ca. 6000 Leute in der AWD-Halle.

Die Stimmung lässt sich für Nichtteilnehmer nur schwer darstellen. Es wurde geklatscht, gesungen, sich bewegt. Die Predigt von Frau Dr. Käßmann war von klarer, herzerfrischender und nachhaltiger Art. Nach dem gemeinsamen Abendmahl machte ein alter Hit aus den 1980ern den Abschluss, den die Sängerin Bonita zusammen mit allen Anwesenden zum Besten gab: I’ve got the music in me. Das hätte auch der Titel des Gospelkirchentages sein können.

Karla Brüggemann und Friderice Walther