ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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25.3.2019

Glaube versetzt Berge
Die Evangelische Kirche unterstützt die Initiative Pro Reli

Warum Religionsunterricht?

In Berlin wird schon seit Jahren leidenschaftlich über den Religionsunterricht gestritten. Religion habe an den Schulen nichts zu suchen, sagen die einen, Religionsunterricht gäbe es weiterhin, beschwichtigen die anderen. Auch an Berliner Schulen darf der Staat nicht für sich beanspruchen, allein darüber zu bestimmen, was unserem Leben Halt und Orientierung gibt.

Schülerinnen und Schüler und deren Eltern nehmen das vom Grundgesetz geschützte Recht der positiven Religionsausübung in Anspruch, wenn sie sich oder ihre Kinder zum Religionsunterricht anmelden. Auch wer nicht kirchlich gebunden ist, erhält so in der Schule eine solide und sachkundige Einführung in den christlichen Glauben im Vergleich zu anderen Religionen. Der evangelische Religionsunterricht leistet einen Beitrag zu Toleranz und wechselseitigem Verstehen.

Evangelische Kirche ist für Wahlfreiheit

Religiöse Kompetenz ist wichtig, wenn Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen zusammenleben. Man muss die Sprache einer Religion gelernt haben, um auch andere Religionen zu verstehen. Nur so entsteht wirkliche Toleranz. In einer Fächergruppe könnten Eltern, Kinder und Jugendliche wählen, ob sie am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teilnehmen, jüdischen oder islamischen Unterricht besuchen oder sich für den staatlichen Ethikunterricht entscheiden. Im Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler in allen diesen Fächern zusammenarbeiten, um sich füreinander zu öffnen und über Überzeugungen ins Gespräch zu kommen.

Berliner sind für Wahlfreiheit

Die Berlinerinnen und Berliner stehen nicht hinter der Religionspolitik des Berliner Senates. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa vom Januar 2008 hat sich die Mehrheit der Befragten, 55 Prozent, für eine Wahlfreiheit zwischen den Unterrichtsfächern Religion und Ethik ausgesprochen. Das Ergebnis unter Berliner Schülern ist noch eindeutiger: 72 Prozent wollen die Wahl haben.

Volksbegehren – Volksentscheid

Seit 22. September werden für rund vier Monate Unterschriften gesammelt. Wenn mindestens 170.000 gültige zusammenkommen, ist das Volksbegehren erfolgreich. Dann haben die Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, in einem Volksentscheid für oder gegen die Einführung eines Wahlpflichtbereiches Ethik/Religion abzustimmen. Und diese Entscheidung ist dann – im Gegensatz zu Tempelhof – verbindlich. Der Termin des Volksentscheids wird aller Voraussicht nach mit der Wahl zum Europäischen Parlament im Juni 2009 zusammenfallen.

Mitmachen!

Das Volksbegehren ist erfolgreich, wenn 170.000 wahlberechtigte Berlinerinnen und Berliner ihre Unterschrift für das Anliegen von Pro Reli geben. Die Unterschriften können auf der Straße, bei Gemeindefesten oder anderen Veranstaltungen gesammelt werden.

Alle, die das Anliegen eines Wahlpflichtbereiches Ethik/Religion unterstützen wollen, sind aufgerufen, sich an Pro Reli oder ihre Kirchengemeinde zu wenden. Dies kann durch eine Unterschrift, eine Spende oder tatkräftige Unterstützung geschehen.

Möchten Sie sich aktiv an der Sammlung beteiligen?
Können Sie im beruflichen oder privaten Umfeld viele Unterschriften einsammeln?
Haben Sie die Möglichkeit, Unterschriftenlisten auszulegen und zu pflegen?

Wir wollen jede Chance nutzen. Sprechen Sie mich bitte an, damit ich Sie mit Informationen und Listen versorgen kann.

Pro Reli-Beauftragter in Petrus-Giesensdorf:
Christoph Lehnberger E-Mail
oder über die Küsterei

Die Initiative von Pro Reli wird unterstützt von:

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Erzbistum Berlin
Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland
Deutsche Bischofskonferenz
Jüdische Gemeinde Berlin
Anglikanische Kirche
Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Berliner Stadtmission
Verband evangelischer Kindertagestätten
Johanniter-Unfallhilfe e.V.
Evangelische Schulstiftung
Katholische Schulen

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