ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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21.5.2019

Tagesfahrt in die Lausitz
eine Rückschau

von Gisela Meyer

Alle, die mit uns im Juni in der Lausitz waren, haben sehen können, wo unsere Kohle her kommt: Beeindruckend das riesige Erdloch mit den Fördermaschinen und die unendliche Trostlosigkeit einer Mondlandschaft ähnelnden Weite. Außerdem sind wir aber durch ganz "Skandinavien" gewandert und haben an diesem Tag auch noch das "Matterhorn" gesehen. Das soll uns erst mal einer nachmachen!

Da die jungen Bäume im Findlingspark Nochten (in dem sich natürlich dieses "Matterhorn" und "Skandinavien" befinden) noch keinen rechten Schatten spenden, waren wir für das etwas schattige und kühlere Wetter sehr dankbar. Mit viel Enthusiasmus führten uns zwei junge Frauen durch eine felsige Hügellandschaft, und erzählten uns die Geschichte ihrer Entstehung – von der Idee über die Planung bis zur Realisierung dieses zauberhaften Landschaftsparks. Abhänge mit gelb-, rosa- und orangefarbig blühenden Kakteen und tausende halbkugelig geschnittene Lavendel und Eriken ließen das Herz jedes Naturfreundes höher schlagen.

Der Nachmittag war dem Bergbaumuseum Knappenrode vorbehalten. In der Brikettfabrik wurde uns vor Augen geführt, wie schwer die Arbeit, die nach dem Krieg hauptsächlich von Frauen geleistet wurde, war. In der Feuerstättensammlung gab es wieder große Begeisterung über die vielen wunderschönen alten Kachelöfen, gusseisernen Ofenplatten und liebevoll verzierten Allesbrenner.

In der Küchenabteilung feierten viele von uns "Wiedersehen" mit den alten Haushaltsgeräten, obwohl wir doch alle froh sind, dass wir nicht mehr den Bade- oder Kachelofen heizen müssen, dass der Strom fürs Bügeleisen aus der Steckdose kommt, und dass unsere Waschmaschinen ganz ohne unsere Unterstützung auskommen.

Bei mehr Zeit hätten wir in dem großen Museumskomplex noch viele interessante Ausstellungsbereiche besuchen können. Wegen des langen Heimwegs, der uns durch die hübschen Lausitzer Dörfer entlang der Schwarzen Elster führte, mussten wir rechtzeitig aufbrechen, um nach einem erlebnisreichen Tag im Abendsonnenschein wohlbehalten Lichterfelde/Giesensdorf zu erreichen.

Gisela Meyer