Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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23.9.2019

Erinnerungskultur in Petrus-Giesensdorf

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Die Arbeitsgruppe Erinnerungskultur in Petrus-Giesensdorf arbeitet zur Zeit an einem Projekt, das als Ziel die Setzung eines Stolpersteins in unserem Gemeindebereich hat.

Dabei befassen uns mit dem Schicksal Christen jüdischer Herkunft, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus unserer Mitte, bzw. aus der unserer Eltern und Großeltern, hier in Lichterfelde deportiert wurden.

Bei unseren Recherchen sind wir unter anderem auf das ehemalige jüdische Altersheim in der Lange Straße gestoßen. Von hier aus fanden Deportationen in den Jahren 1942 und 1943 statt.

Dieses ehemalige Altersheim wird uns noch eine Weile beschäftigen, denn unsere Informationen über das Haus sind noch sehr gering

Dieter Fitterling zu Gast bei der Arbeitsgruppe Erinnerungskultur

Historiker Dieter Fitterling, der unserer Einladung am 25. April folgte, konnte uns einige wertvolle Hinweise über das Altersheim geben, aber wir müssen noch sehr viel recherchieren, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Immer wieder kam das Wort "Zeitzeugen" auf. Wir freuen uns, dass ein Zeitzeuge, der sich gut an das jüdische Altersheim errinnern kann, in unsere Runde gefunden hat. Weitere Details erhoffen wir von einem Interview, das Katrin Rudolph mit unserem Zeitzeugen verabredet hat.

Sollten sich noch andere erinnern, so bitten wir dringend mit uns Kontakt aufzunehmen oder zu unseren Treffen zu kommen.

Zeitzeugen können über wichtige Details berichten, die sich nicht in den schriftlichen Quellen finden.

Dieter Fitterling plant ab Herbst 2008 eine Veranstaltungsreihe in der Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf über die Situation der Verfolgten in Lichterfelde Süd- und Ost.

Er begrüßt unsere Initiative und freut sich über unsere Bereitschaft an der Veranstaltungsreihe mitzuwirken.

In diesem Zusammenhang laden wir noch einmal herzlich ein, sich aktiv an den Recherchen zu beteiligen.

Unser nächstes Treffen findet am Donnerstag, den 26. Juni um 17 Uhr im Gemeindehaus Parallelstraße statt.

Reiner Kolodziej

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