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22.7.2019

Alt Berliner Schmalzstullentheater zeigt: "Immer wieder nachts um vier"
Eine turbulente Beziehungskomödiein sieben Akten von Rolf Sperling & Stefan Bermüller

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Liebe "Kultur"-Geniessende der Gemeinde und drumherum,

es ist wieder soweit!

Die Nervosität steigt. Es liegt eine Unruhe in der Luft. Lachen, Albern, Weinen und lautes Ärgern hallen durch das Gemeindehaus in der Parallelstraße. Das Altberliner Schmalzstullentheater probt. Die letzten Wochen vor der Premiere sind angebrochen.

Aufführungen

Fr, 16. Mai, 20 Uhr (Premiere)
So, 18. Mai, 20 Uhr
Fr, 23. Mai, 20 Uhr
Sa, 24. Mai, 20 Uhr

im Gemeindehaus Parallelstraße 29 in 12209 Berlin-Lichterfelde
Unkostenbeitrag: 5 Euro /ermäßigt für Schüler u. Studenten: 3 Euro

Karten erhalten Sie im Vorverkauf in der Küsterei Ostpreußendamm 64 oder an der Abendkasse.

Einlass: jeweils eine halbe Stunde vor Beginn. Die Plätze sind nicht nummeriert.

Man darf gespannt sein. Ein neues Bühnenbild, das von den gewohnten Auftrittsmöglichkeiten einer kleinen Bühne (eine Tür rechts, eine in der Mitte und eine links), abweicht und damit ungewohnten, aber notwendigen Raum zum Agieren der aufkommenden Emotionen schafft.

Erdbeeren umschließen den ganzen Raum. Bei den alten Germanen galten die Erdbeeren als Symbol für Sinnesfreuden, was ja durchaus verständlich ist! In der christlichen Bildsprache wurde die Erdbeere dann zur Frucht des Geistes umgedeutet, auf Heiligenbildern symbolisiert sie Demut und Bescheidenheit.

Der Bühnenbildentwurf stammt von Detlef Lutze, das Bühnenbild wurde von der Gruppe gemeinsam realisiert.

Die Figuren des Stückes stehen den Sinnesfreuden durchaus nicht ablehnend gegenüber. Und sie fallen auf die Trugbilder des Lebens herein, das ist ihre Schwäche, das ist ihre Menschlichkeit. "Glaubst du, was du siehst oder was ich dir erzähle". Jeder glaubt, was er eigentlich nicht sehen will. Jeder betrügt sich selbst in seiner Vorstellungskraft.

"Wozu braucht man Feinde, wenn man so gute Freunde hat?" – diesen Gedanken wird Thomas nicht mehr los, so häufig frequentieren diese Freunde seine Wohnung.

Thomas (Detlef Lutze), Junggeselle aus Leidenschaft, hört des nachts Frank (Tobias Petry ) und Susanne (Evelyn Kählitz) nebenan streiten und weiß genau, was als nächstes passieren wird: Frank steht vor der Tür und bittet um Asyl. Dann klingelt außerplanmäßig Susanne – total verzweifelt – und will ebenfalls bei Thomas schlafen. Frank wird versteckt.

Am Morgen dann, Thomas ist entnervt zur Arbeit gegangen, kommt noch mehr Besuch: Thomas’ Mutter (Heidemarie Bramböck), überfürsorglich, was ihren Sohn angeht und der Hausmeister Egon Pasulski (Wolfgang Bramböck) als Liebhaber von Lieselotte wollen die Wohnung zu einem Stelldichein nutzen. Tanja (Pamela Paul), die Freundin von Thomas arbeitet in München und will überraschend Thomas besuchen und Tina (Michaela Lenz), Tochter von Frank und Susanne, ist auf der Suche nach ihren Eltern.

Die Verstecke werden knapp und das Chaos ist vorprogrammiert.

Die Moral der Komödie eines Curt Götz ist gewahrt. Jeder Betrachter kann sich in dem Stück wiedererkennen. Der durch Lachen verbrämte vorgehaltene Spiegel tut uns nicht weh. Er zeigt uns unsere Menschlichkeit und unsere Hilflosigkeit. Zum Schluss löst sich alles in Wohlgefallen.

Oder bleiben wir doch, wer wir sind, immer, für alle Zeiten? Immer wieder nachts um vier – eine turbulente Beziehungskomödie in sieben Akten von Rolf Sperling und Stefan Bermüller.

Regie zu diesem Stück führt Michaela Lenz, assistiert von Kurt Arndt. Die Sicherheit spendenden Souffleusen sind Kirsten Trenkner und Christine Technau. Inspizientin und verantwortlich für die Fotos ist Martina Bennewitz. Die technische Durchführung des Stückes liegt bei Jens Götze.

Ich hoffe Sie bei uns zu sehen.

Mit ganz lieben Gruß

Detlef Lutze