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22.3.2019

Konfirmation
Zwischenstation auf dem Lebensweg

von E-Mail

Der Monat Mai steht in unserer Gemeinde ganz im Zeichen der Konfirmation.

Wieder ist ein Jahr vorüber und Vieles hätte noch besprochen werden können, ist unerledigt geblieben. Gemessen an dem, was in der Schule der Rahmenplan an Notwendigem vorgibt, hätten wir in diesen Jahr noch viel intensiver "lernen" müssen. Und so werden gerade die Älteren mit einem Seufzen an ihre eigene Konfirmandenzeit denken und werden nicht selten feststellen, dass heute im Konfirmandenunterricht alles viel zu lässig gehandhabt wird.





Hier ist bereits der Sprachgebrauch zu beachten. Wenn von Unterricht die Rede ist, dann ist dies wesentlich an einer Lernsituation angelehnt, die sich vorwiegend an dem kognitiven Lernen der Schule orientiert. Der Konfirmandenunterricht – zumindest so wie diejenigen ihn verstehen, die ihn in unserer Gemeinde durchführen - kann und will diesem Bildungsziel nicht ausschließlich folgen.

"Konfer" und Konfirmation verhalten sich nicht wie Fahrschulunterricht und Fahrprüfung, wie Gymnasium und Abitur, wie Lehre und Gesellenbrief. Konfirmandenunterricht und Konfirmation sind Zwischenstationen, nicht Anfangstor und nicht Endstation.

Deshalb werden auch unsere Wünsche und Träume hinsichtlich der zu Ende gehenden Zeit mit dem Konfirmationstag nicht erfüllt sein. Wir träumen davon, dass aus Konfirmanden eine Gemeinschaft von Begeisterten werden könnte. Begeistert für die Sache Jesu, die darauf abzielt, der Welt ein menschenwürdigeres Gesicht zu geben.

Und wir wünschen uns auch eine Gemeinde, die Veränderungen zulässt durch diejenigen, die als Konfirmanden und Konfirmierte dazukommen.

Dass wir aufeinander angewiesen sind, darf nicht nur feierliches Gerede zur Konfirmation sein. Denn es ist überall zu greifen, dass Menschen einander brauchen: Wenn die Natur aus Profitgier zerstört und ausgebeutet wird, wenn Menschen an Hunger sterben und im Krieg umkommen, wenn Milliarden für Dinge verschwendet werden, die bei der Beseitigung von Elend und Not in der Welt fehlen. Und auch im Angesicht all der Nöte in unserem persönlichen Leben und in unserer unmittelbaren Umgebung brauchen wir einander.

Deshalb wünschen wir uns auch, dass wir nach der Konfirmation nicht auseinander gehen wie Reisende, die eine bestimmte Zeit in einem Abteil gesessen haben, sich aber fremd geblieben sind. Vielmehr: dass wir unsere kleinen Kräfte bündeln und uns gemeinsam für das Leben stark machen, im Namen Jesu, der uns in seine Nachfolge einlädt.

Pfarrer Michael Busch

So haben Sina und Nina das Jahr "Konfer" erlebt

" ...Auf der Konfirmandenfahrt haben wir uns mit dem Thema Fremdsein beschäftigt. Dieses passte zu dem damaligen Zeitpunkt auch sehr gut, da wir mit allen Konfirmandengruppen verreisten und wir so die meisten Leute zum Anfang noch nicht kannten. Doch zum Schluss der Reise fuhren wir alle mit jeder Menge unordentlichem Gepäck, vielen neuen Informationen, Haufen von lustigen Geschichten und unheimlichen vielen neuen Freunden ab. Die meisten der Freundschaften haben sich bis zum heutigen Zeitpunkt noch vertieft, da wir uns oft während unserer "12 Pflichtgottesdienste" wieder gesehen haben.

So hat das eine Jahr Konfirmationsunterricht für uns alle viel gebracht.

Mittlerweile fiebern wir alle trotzdem unserem großen Tag entgegen, dem 18.Mai! Ich bin mir sicher das viele Freundschaften aber auch jede Menge Wissen bleiben werden.

Manche von uns werden vielleicht im nächsten Jahr als Teamer weiter machen, man kann also gespannt sein.

Wir empfehlen jedem: meldet euch an und habt Spaß bei euerm Jahr Konfirmandenunterricht, wir hatten unseren auf alle Fälle! "

Sina Neumann + Nina Reese (Konfirmandinnen)