Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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10.12.2019

Heiliger Geist in der Parallelstraße?!
Persönliche Erfahrungen bei den Gesprächen zum Glaubensbekenntnis

von Magdalene Fleischer

Begeisternd und inspirierend waren die Abende mit unserer Vikarin Katrin Rudolph. Kreativ und sorgfältig vorbereitet gestaltete sie jeden Abend zum Glaubensbekenntnis zu einem besonderen Erlebnis.

Wir saßen im Kreis, in der Mitte auf dem Boden leuchtete eine Kerze. Bei heißem Tee wurde uns schnell warm, wir tauschten uns aus über das, was uns vertraut und wichtig oder schwierig und fremd beim Glaubensbekenntnis ist.

Am Ende des ersten Abends bekam jeder drei rote Punkte, mit denen wir markieren konnten, wo wir Fragen zum Glaubensbekenntnis haben. So bestimmten wir die Schwerpunkte der inhaltlichen Auseinandersetzung mit. Die folgenden Abende beschäftigten sich mit "Vater – Sohn – Heiliger Geist".

"Ich glaube an Gott, den Allmächtigen" – Es war spannend, wie verschieden wir "Allmacht" sehen und bewerten: negativ oder positiv, zwingend und bedrohlich oder im Zusammenhang mit Trost, Geborgenheit und Vertrauen.

Was glaube ich wirklich von dem, was ich im Glaubensbekenntnis mit allen in der Gemeinde mitspreche? Muss ich alles so glauben? Wie sieht das in mir und bei den anderen aus? Wir tauschten uns aus über unseren Glauben an Jesus Christus: Was bedeutet er mir und wie sieht Christusnachfolge bei den anderen aus?

"Gemeinschaft der Heiligen" erlebte ich in dieser Runde auf ganz natürliche Weise. Es wurde ein Gespräch zwischen vier Generationen, vom Säugling, der noch gestillt wurde und sich mit altersgemäßen Redewendungen beteiligte, bis zur lebenserfahrenen Urgroßmutter. Am letzten Abend formulierten wir unsere eigenen Glaubensbekenntnisse. Das war eine große Herausforderung und gleichzeitig eine lebendige Bereicherung.

Nun könnte ich noch viel erzählen: von Bildern und Texten, die zur Auseinandersetzung aufriefen, von intensiven Gesprächen in der großen Runde oder zu zweit. Es ging auch sehr fröhlich zu bei allem Ernst und der Bedeutung des Themas, d.h. "wir wateten nicht immerzu im Tiefsinn"... Aber jetzt schließe ich mit einem Doppelpunkt: Mit den anderen Teilnehmern freue ich mich auf die nächsten Abende mit Katrin Rudolph, wir wollen uns mit dem Alten Testament beschäftigen.

Magdalene Fleischer

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