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22.3.2019

Alte Innenansicht unserer Dorfkirche
Gemälde im Gemeindehaus Ostpreußendamm wurde restauriert

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Carolin Zuber, Restauratorin

Unsere Gemeinde besitzt eine Reihe von Gemälden, so auch ein Bild aus der Zeit um 1910, das die Innenansicht unserer Dorfkirche zeigt: jahrelang hing es fast unbemerkt im Gang zwischen den beiden Sälen im Gemeindehaus Ostpreußendamm. Über die Jahrzehnte sammelte sich viel Schmutz auf dem Gemälde, leider wurde es auch etwas beschädigt.

Bei dem Gemälde handelt es sich um ein stimmungsvolles Bild, das den damaligen Blick auf den Altar zeigt, so, wie die Kirche damals aussah: eine Kanzel aus dunklem Holz steht mittig hinter dem Altar, von der Decke hängt ein wunderschöner Kronleuchter und die Kirche verfügt noch über Bänke und Mittelgang.

Das Gemälde erscheint durch den Impressionissmus geprägt; das einfallende Licht durch die alten Altarfenster, die damals noch in die Altarwand eingebaut sind, entfaltet eine wunderbare Wirkung.

Ich denke, dieses Gemälde hat einen künstlerischen Wert; daneben gehört es zu unserer Gemeindegeschichte als ein einzigartiges Zeugniss aus einer Zeit, aus der nur wenige Dokumente erhalten sind. Mich persönlich spricht dieses Gemälde mehr an als ein Foto: beim Betrachten glaube ich, mir die Atmosphäre unserer Kirche vor hundert Jahren vorstellen zu können. So haben wir uns zu Jahresbeginn entschlossen, für die Restaurierung dieses Bildes zu Spenden aufzurufen, nachdem wir bereits das Adventskonzert beider Chöre im vergangenen Jahr ebenfalls zugunsten dieses Zweckes veranstaltet hatten.


Ein passender Ort wird gesucht

Durch die eingehenden Spenden, für die ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte, war dann – zusammen mit einem Zuschuß aus dem Gemeinde-Etat – die fachmännische Restaurierung des Gemäldes durch die Restauratorin Carolin Zuber möglich.

Sie arbeitete über Wochen an dem Bild, um die Stellen, an denen die Farbe dabei war, sich abzulösen, wieder ganz langsam zu glätten und zu konservieren. Außerdem wurde das Bild von Schmutz befreit. Auch von den Beschädigungen ist nichts mehr zu ahnen. Danach konnte das Bild der Gemeinde wieder übergeben werden

Frau Zuber erzählte sehr spannend von ihren Arbeiten. Besonders erstaunt waren wir, um wieviel das Bild nun heller geworden ist – eine ganze Reihe von kleinen Details der Einrichtung wird dadurch erst wieder sichtbar.

Demnächst soll das Bild nun im Gemeindehaus am Ostpreußendamm aufgehängt werden, so daß jedermann es dort bestaunen kann.

Michael Zagorni

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