ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.3.2019

Zum Tod von Pfarrer Dr. Eberhard Scherer
* 28.11.1938 – † 24.6. 2007

Dr. Scherer kam Mitte der 60er Jahre in die Petrusgemeinde als Nachfolger von Pfr. Baltzer und Kollege von Pfr. Rohde, der bis 1975 seinen Dienst versah.

Eberhard Scherer hatte seinen Dr. theol. im Fach Altes Testament erworben, er blieb der wissenschaftlichen theologischen Arbeit zeitlebens verbunden. Mit ihm begann eine neue Ära junger Pfarrer in der Petrusgemeinde, die – anders als die Vorgänger – den Zweiten Weltkrieg als Kinder erlebt haben und in der Nachkriegszeit aufgewachsen sind. Als junge Kollegen kamen Dr. Heinrich Frickel, Rolf Reisert und Gottfried Kraatz in die Gemeinde. Neue Impulse waren die moderne Gottesdienstgestaltung und der veränderte Konfirmandenunterricht. Der Familiengottesdienst im Gemeindehaus Parallelstraße, die Arbeit der Kindertagesstätte Petrusheim und der beiden Miniclubs im Gemeindehaus und in der Holzkirche lagen Pfarrer Dr. Scherer besonders am Herzen. Er war ein ambitionierter Heimwerker und Bastler, versiert in allen neuen Medien, so konnte er sich für alles Technische und Bauliche in der Gemeinde begeistern. Pfarrer Scherer gehörte zu den Computeranwendern der ersten Generation und half, diese neue Technologie in einem Pilotprojekt der Landeskirche in der Petrusgemeinde einzuführen.

Nach seiner Hochzeit mit Heidrun Scherer Anfang der 70er Jahre zog Pfarrer Scherer aus der Zerbster Straße um in die obere Dienstwohnung im Pfarrhaus Kiesstraße/Lange Straße.

Pfarrer Scherer galt als Prediger von großer theologischer Urteilskraft und scharfsinnigen Formulierungen; vor allem intellektuell anspruchsvolle Gemeindeglieder schätzten ihn als Prediger und Gesprächspartner.

Als Rolf Reisert ab 1980 seinen Pfarrdienst auf die Petruskirche und die neue Kunst- und Kulturarbeit konzentrierte, orientierte sich Eberhard Scherer verstärkt auf das Gemeindehaus Parallelstraße und den Familiengottesdienst als Treffpunkt der Petrusgemeinde.

1985 zeichnete sich nach 20 Amtsjahren ein erneuter Generationswechsel ab, als Lutz Poetter als Nachfolger von Eckhard Rösner Jugendpfarrer in Petrus wurde und als Anfänger zu den beiden Alteingesessenen kam. Eine kollegiale Zusammenarbeit Scherer - Poetter ergab sich in den Arbeitsfeldern Sanierungsgebiet Woltmannweg, Holzkirche, Konfirmandenunterricht, Mitarbeiterführung und Gemeindeleitung.

Pfarrer Scherer erkrankte gegen Ende des Jahres 1997 und schied 1998 als dienstältester Pfarrer des Kirchenkreises Steglitz aus dem Pfarramt in der Petrusgemeinde aus und begann seinen Ruhestand.

Auch die von ihm initiierten Veränderungen, so zum Beispiel die Fusion unserer Gemeinden konnte er leider nicht mehr mitgestalten.

Der Gemeindekirchenrat der ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Im Gottesdienst am 21.10. 2007 um 11 Uhr in der Petruskirche werden wir unseres ehemaligen Pfarrers Dr. Eberhard Scheren fürbittend gedenken.