ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.5.2019

Bischofsbrief zur Kirchenwahl 2007

von Dr. Wolfgang Huber

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder!

Die Kirche ist eine große Gemeinschaft. Menschen feiern gemeinsam Gottesdienste. Kinder und Erwachsene werden getauft. Paare heiraten. Verstorbene werden beerdigt und Trauernde getröstet. Menschen jeden Alters tauschen sich über ihren Glauben aus, bekommen Antworten auf die großen Fragen nach Ziel und Sinn des Lebens. Hilfsbedürftige erfahren Beistand.

In unserer Zeit wächst das Gewicht dieser Aufgaben. Dass sie in der gemeinsamen Verantwortung aller Gemeindeglieder wahrgenommen werden, ist uns in der evangelischen Kirche besonders wichtig. Deshalb freue ich mich darüber, wenn Sie am Leben Ihrer Gemeinde aktiv Anteil nehmen. In diesem Jahr haben Sie wieder Gelegenheit, dies auch dadurch zu tun, dass Sie die Leitung Ihrer Gemeinde wählen oder aber für das Ältestenamt kandidieren. Ich bitte Sie herzlich, von diesen Möglichkeiten Gebrauch zu machen.

Den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben, hat auch für die kommenden Jahre eine vorrangige Bedeutung. Erreichbare und einladende Gottesdienste zu gestalten, bleibt ebenso wichtig wie das Ziel, die vielfältig genutzten Kirchen offen zu halten. Die Gemeindekirchenräte haben großen Anteil daran, wenn Ihre Kirchengemeinde dafür einsteht.

Gerade heute ergeben sich aus der Verkündigung des Evangeliums Orientierungen und Werthaltungen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind. Die Verantwortung für Gerechtigkeit und Frieden, für die Würde des Menschen und die Bewahrung der Natur folgt aus dem gottesdienstlichen Handeln und dem geistlichen Leben unserer Kirche selbst: aus dem Lob Gottes, der es gut mit seiner Welt meint und ihren Frieden will; aus der Perspektive Jesu, der auf die Seite der Leidenden tritt; aus der Hoffnung auf das Reich Gottes, in dem, wie es in einem Psalm heißt, Friede und Gerechtigkeit sich küssen. Das Eintreten für eine Reform unserer Kirche, die wir auch in unserer Landeskirche weiter vorantreiben werden, und unser Eintreten für gerechte Teilhabe in unserer Gesellschaft wie in der einen Welt gehören unmittelbar zusammen. Wenn wir in unserer Kirche heute wieder deutlicher von Mission reden, tun wir dies in der Überzeugung, dass das Evangelium als der gute Grund des Glaubens auch denen gilt, die den Kontakt zur Kirche verloren haben.

Durch Ihre Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche zeigen Sie, dass Sie an der Gemeinschaft der Kirche Anteil haben und sie fördern wollen. Ich danke Ihnen für Ihre finanzielle Unterstützung, durch die Sie es mit Kirchensteuern und Gemeindekirchgeld, Kollekten und Spenden ermöglichen, den biblischen Auftrag praktisch umzusetzen. Besonders herzlich danke ich darüber hinaus allen, die mit ihrer Zeit, ihrer Kraft und ihrer persönlichen Bereitschaft ehrenamtlich in unserer Kirche tätig sind. Es ist eine der besonderen Stärken der Evangelischen Kirche, dass sich in ihr so viele Menschen mit ihren ganz unterschiedlichen Gaben und Begabungen einbringen und beteiligen.

Es grüßt Sie mit herzlichen Segenswünschen

Ihr Dr. Wolfgang Huber

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