ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Holzkirche Gemeindezentrum Celsiusstraße Gemeindehaus Ostpreußendamm
Petruskirche Gemeindehaus Parallelstraße Dorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > September 2007

24.3.2019

iThemba Labantu - Hoffnung für die Menschen
Tournee der Marimbaband aus Philippi-Kapstadt/Südafrika

Uwe Zimmermann, Berliner Missionswerk

EINLADUNG

Liebe Gemeinde,
SIE KOMMEN! Die Jungs der Marimbaband aus Philippi/Kapstadt werden auch bei uns in der Gemeinde spielen.

Wie ich schon vor ein paar Monaten angekündigt habe, wollen wir am Freitag, dem 14. September 2007, im Gemeindezentrum in der Celsiusstraße ab 16:00 Uhr zusammen feiern. Gegen 17:00 Uhr wird Pfr. Otto Kohlstock über das Projekt iThemba labantu – Hoffnung für die Menschen – berichten.

Lassen Sie sich von der Musik mitreißen, feiern Sie mit uns, Jung und Alt sind ganz herzlich eingeladen. Es wird gegrillt, ein paar südafrikanische Spezialitäten wird man auch kosten können. Lassen Sie sich von meiner Begeisterung anstecken, das sollte sich keiner entgehen lassen. Versäumen Sie nicht auch einen Blick auf das Gemeindezentrum in der Celsiusstraße zu werfen und sehen Sie selbst, was dort in den letzten Jahren aufgebaut wurde – Hoffnung für die Menschen auch in Petrus-Giesensdorf.

Sonja Wagner

PS. Neben dem Fest in unserer Gemeinde wird es einen Tag vorher, am 13.09.07, ein großes Konzert mit der Marimbaband in der Dreifaltigkeitsgemeinde in Lankwitz geben. – Doch nur bei uns werden sie den Jungs und ihrer Musik ganz nahe sein.

Philippi ist eines der Elendsviertel von Kapstadt. Hier, inmitten von Papp- und Blechhütten liegt „iThemba Labantu“ (Hoffnung für die Menschen), ein Gemeindezentrum, das von dem Berliner Pfarrer Otto Kohlstock vom Berliner Missionswerk geleitet wird, der seit mehr als 20 Jahren in Afrika lebt und arbeitet.

Viele der hier lebenden Menschen haben keinen Zugang zu Wasser oder Toiletten. In den regenreichen Wintermonaten werden viele Hütten regelmäßig weggespült. Hunger, Gewalt und AIDS sind die größten Probleme. In diesem Gebiet sind nach Schätzungen ca. 50 Prozent der Bevölkerung von HIV/AIDS betroffen.

Auf dem Gelände der iThemba Labantu Gemeinde widmen sich Pfarrer Kohlstock und seine Mitarbeiterinnen im Hospiz und Care Center der Aids-Bekämpfung und Hilfeleistung für Menschen, die HIV-positiv und an AIDS erkrankt sind. Ein Teil von ihnen findet in der Werkstatt für kunsthandwerkliche Perlenarbeiten und in der Schneiderwerkstatt Arbeit.

Die Herstellung von Karten, Kuverts und Geschenkverpackungen ist eines der neuesten Projekte des Centers.

Ein alter Schiffscontainer wurde zu einer Suppenküche umgerüstet. Hier bekommen 150-200 Kinder und mehr als 100 Erwachsene täglich eine warme Mahlzeit. In den meisten Fällen ist es das einzige Essen am Tag.

Für die Jugendlichen dieser von Gewalt gezeichneten Gegend wurde in der Kirche ein Fitness-Studio eingerichtet, wo sie ihre überschüssige Energie abarbeiten können. Karatekurse und auch eine Theatergruppe sind Bestandteil der Jugendarbeit.

Das Centre ist auch bemüht, kulturellen Traditionen Raum zu geben. Immer wieder werden Feste veranstaltet, wobei traditionelle Kleidung, Musik und Gebräuche gepflegt werden können.


Squatter-Camp in Philippi
 

Kinder in Themba Labantu
 

Kirche in Themba Labantu
 

Ziel ist es, die teilweise hoffnungslose Situation der Menschen im Township zu verbessern, denn trotz des Aufwärtstrends in Südafrika seit den Wahlen 1994 gibt es immer noch sehr große soziale Probleme. Die Mehrzahl der schwarzen Bürger (ca. 80% der Gesamtbevölkerung) lebt hauptsächlich in den Townships außerhalb der Städte und findet nur schwer Anschluss an die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten des südafrikanischen Staates.

Vor allem für die Jugendlichen in den Townships sind Bildungs- und Freizeitangebote dringend notwendig.

Eines der Bildungsprojekte die seit etwa 3 Jahren durchgeführt werden ist der Aufbau einer Marimbaband.

Ein knappes Dutzend junger Leute zwischen 17 und 20 Jahren ist von einem professionellen Musiker an diesem traditionellen afrikanischen Instrument zu Marimbaspielern ausgebildet worden. Die Begeisterung der Musikschüler ließ schnell eine Formation entstehen, die sich mittlerweile im Kapstädter Raum einen Namen gemacht und auch bereits 2 CD’s produziert hat.

7 Musiker (6 junge Männer und eine junge Frau) werden nun zwischen dem 1. und dem 30. September 2007 zu einer Tournee, veranstaltet durch das Berliner Missionswerk, in Deutschland sein. Mit ihren Marimbas, Trommel und Gesang werden sie zwischen Hamburg und Erfurt, Dessau und Cottbus, vor allem aber in Berlin und Umgebung auftreten.

Höhepunkte sind u.a. die Eröffnung der Fotoausstellung zum Diakoniezentrum iThemba Labantu im Fernsehturm auf dem Alexanderplatz am 20.9.2007 um 18.00 Uhr und das Missionsfest des Berliner Missionswerkes am 29.9.2007 von 14.30 Uhr bis 19.00 Uhr in der Bartholomäuskirche in Berlin-Friedrichshain.

Wir freuen uns auf die mitreißende südafrikanische Musik in den Konzerten der Marimbaband aus Philippi/Kapstadt.

Uwe Zimmermann, Berliner Missionswerk

zum Seitenanfang

Lesen Sie zu diesem Thema auch: