ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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20.1.2019

Wir wollen Wahlfreiheit!
Volksbegehren für Ethik und Religion

Im Schuljahr 2006/2007 wurde das Unterrichtsfach Ethik als Pflichtfach für alle Schülerinnen und Schüler an den Berliner Oberschulen, beginnend mit der 7. Klasse, eingeführt.

Damit müssen alle Kinder und Jugendlichen, auch die, die sich für den Religionsunterricht entscheiden, am verpflichtenden Ethikunterricht teilnehmen.

Unter diesen Voraussetzungen findet der Religionsunterricht als zusätzliche und freiwillige Arbeitsgemeinschaft weitgehend nur noch in den Randstunden des Tages einen Platz in den Stundenplänen der Schulen. In diesem Jahr sind die Anmeldungen zum katholischen und evangelischen Religionsunterricht um gut 25% zurückgegangen. Eine dramatische Entwicklung, mit der auch wir uns nicht abfinden wollen!

Im März hat sich die Bürgerinitiative "Pro Reli e.V." gegründet. Pro Reli möchte ein Volksbegehren bzw. einen Volksentscheid initiieren, um statt des Pflichtfaches Ethik einen Wahlpflichtbereich Ethik/Religion durchzusetzen. Bei diesem Wahlpflichtbereich hätten die Schülerinnen und Schüler eine echte Wahlfreiheit: Erziehungsberechtigte bzw. religionsmündige Schülerinnen und Schüler könnten selbst frei entscheiden, entweder am Ethikunterricht oder am Religionsunterricht teilzunehmen. Wir unterstützen dieses Anliegen.

Um das Volksbegehren auf den Weg zu bringen, benötigt Pro Reli Unterstützung. Allein in der 1. Phase des Verfahrens müssen 20 000 Unterschriften von volljährigen, wahlberechtigten Personen für Pro Reli zusammenkommen. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie mit Ihrer Unterschrift für Pro Reli ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen die Verdrängung des Religionsunterrichts aus den Schulen. Ein Zeichen für ein gleichberechtigtes und kooperatives Miteinander von Ethik und Religion.

Die Unterschriftenformulare von Pro Reli sind am Informationsstand der Küsterei ausgelegt. Dort finden Sie auch weitere Informationen über die Initiative Pro Reli e.V. Die ausgefüllten Formulare können Sie entweder im Pfarrbüro abgeben oder direkt an die Geschäftsstelle von Pro Reli schicken.)

Argumente Pro Reli

1.) Wahlfreiheit statt staatlicher Einheitszwang
Nur beim Wahlpflichtbereich Ethik/Religion kann sich jede Schülerin bzw. jeder Schüler wirklich frei zwischen Ethik- und Religionsunterricht entscheiden – entsprechend der eigenen Grundüberzeugung.

2.) Toleranz statt Ignoranz
Der Wahlpflichtbereich Ethik/Religion fördert die Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Nur wer seine eigenen Grundüberzeugungen zu schätzen weiß, kann anderen mit Toleranz und Respekt begegnen.

3.) Dialog statt Fundamentalismus
Als ordentliches Lehrfach ist der Religionsunterricht ein wichtiger Gegenpol zu fundamentalistischen Bestrebungen. Hier erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Religion und Verfassungstreue keine Gegensätze sind.

Pro Reli e.V.
Initiative für Religiöse und Ethische Bildung
Tölzer Straße 25, 14199 Berlin
Fon +49 30 60 40 5000
Fax +49 30 60 40 5001
www.pro-reli.de