ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.3.2019

Zukünftige Verkehrsströme in Lichterfelde Ost/Süd
Ein Bericht vom Bürgertreff im Gemeindehaus Parallelstraße

von Georg Siebert

Die aktuellen und zukünftigen Verkehrsströme im Bereich Berlin Südwest mit Schwerpunkt Lichterfelde Ost und Süd waren am 27.2. 2007 Thema einer öffentliche Versammlung. Mehr als 100 interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger hatten sich auf Initiative des SPD-Bürgertreffs der lokalen SPD-Abteilung 4, Lichterfelde Ost und Süd im Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesendorf in der Parallelstraße 29 eingefunden.

Zunächst erläuterte Dr. Friedmann Kunst, Leiter des Referates Verkehrsentwicklungsplanung der Senatsverwaltung die jüngsten Ergebnisse von Verkehrszählungen sowie der Prognosen des Verkehrsaufkommens. Demnach sind im Bereich Lichterfelde Ost und Süd seit der letzten Zählung durchweg sinkende Verkehrsströme zu beobachten. Gegenüber 1998 fahren 2005 z.B. 1000 PKWs pro Tag weniger über die Landesgrenze am Ostpreußendamm (LKW: 200 weniger) und auch zukünftig gibt es wenig Hinweise für eine Trendwende. Die Bürgerinnen und Bürger fahren weniger Auto und mehr Rad; auch die Nutzung der Regional- und S-Bahn steigt. Es folgte ein angeregte Diskussion mit vielen Nachfragen vor allem zum Fahrradkonzept oder zu Fragen der Zukunft der Osdorfer Straße und der Anbindung an Brandenburg. Vom Verkehrsaufkommen bestehen wenig Chancen für eine Verlängerung der U-Bahn von Steglitz nach Lankwitz noch für einen Ausbau der Verlängerung der Osdorfer Straße bis zur B101 in Brandenburg.

Anschließend informierte der Baustadtrat Uwe Stäglin (SPD) des Bezirks Steglitz-Zehlendorf zum Stand der geplanten Arbeiten in der Hildburghauser Str. /Blanckertzweg vor. Im März sollen alle Anwohner und Eigentümer vom Bezirksamt angeschrieben werden: Es geht um die Alternativen des Ausbaus, eine Verbreiterung der Straße ist nicht vorgesehen und das AWO-Haus am Blanckertzweg soll vollständig erhalten bleiben. Ebenfalls erhalten alle Betroffenen eine erste Abschätzung zur Höhe der von ihnen zu leistenden Beiträge. Alle betroffenen Eigentümer haben die Möglichkeiten der Einflussnahme auf die konkrete Ausgestaltung der Straße (Fahrradweg, Parkbuchten, Begründung u.v.a.m.)

In einer streckenweise sehr engagierten Diskussion um die Rechtmäßigkeit der finanziellen Beteiligung von Anwohnern nach dem Straßenausbaubeitragsgesetz machten sowohl Stadtbaurat Uwe Stäglin als auch der SPD-Abteilungsvorsitzende Georg Siebert auf die Möglichkeiten der Bürgerbeteilung und auf die für Hauptverkehrsstraßen reduzierten Beteiligungssätze gegenüber dem Erschließungsbeitragsgesetz aufmerksam. Die Bürgerbeteiligung soll bis April dauern, das Bezirksamt und die BVV-Steglitz-Zehledorf werden noch vor den Sommerferien über die Art und Weise des Ausbaus entscheiden.

Uwe Stäglin zeigte noch die Pläne für die vorgesehenen Umleitungen während der Baumaßnahmen. Die PKWs aus Süd und West fahren über die Osdorfer Str und den Lichterfelder Ring. Es werden an allen Kreuzungen Ampeln aufgestellt. Die LKWs fahren komplett außen rum: über Ostpreußendamm bis Lankwitz-Kriche und dann entlang der Malteser Straße.

Georg Siebert sagte zu, erneut eine Veranstaltung mit allen Betroffenen durchzuführen, sobald die konkreten Pläne und Alternativen allen Beteiligten zur Prüfung und Stellungnahme vorliegen.

Die Unterlagen zum Vortrag von Herrn Dr. Kunst, die aktuellen Verkehrsmengenkarten 2005 für PKW und LKW, den Text des Straßenausbaubeitrags-Gesetzes (StrABG) sowie weitere Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen der Abgaben können Sie im SPD-Ratladen & Bürgertreff jeden Di und Mi 17-19 Uhr im AWO-Haus, Osdorfer Str. 121 abholen, dort telefonisch anfordern (030 713 91 770) oder per E-Mail (E-Mail ) bestellen.

Georg Siebert