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22.7.2019

Brot für die Welt – Projektbeispiel: Swasiland
Zurück bleiben Aids-Waisen

Brot für die Welt

Das kleine Königreich Swasiland liegt im südlichen Afrika. Das Land steht in der HIV/Aids-Statistik weltweit an erster Stelle: Knapp 40 Prozent der Bevölkerung sind HIV/Aids infiziert. Erschreckend ist, dass zwei Drittel davon Jugendliche sind. "Wenn wir es nicht schaffen, die Armut zu bekämpfen, werden alle weiteren Entwicklungspläne zunichte gemacht, und die Zahl der HIV/Aids-Kranken wird weiter steigen", kommentiert Maria Mbelu, die Generalsekretärin des CSC die aktuelle Lage

Über 70 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land und versorgen sich selbst. Doch die Dürrekatastrophe von 2002 trug dazu bei, dass es fast nichts mehr zu ernten gab. Und es fehlen Arbeitskräfte, denn unter den 40 Prozent HIV/Aids-Infizierten sind die meisten im produktiven Alter: Menschen, die eigentlich ihr Land bestellen und ihre Kinder versorgen könnten, liegen krank zu Hause und sterben. Jugendliche verlassen aus Not ihr Zuhause auf dem Land und ziehen in die wenigen Städte Swasilands, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. "Für eine Unterkunft und einen Teller Suppe lassen sie sich auf riskante Geschäfte ein. Einmal in dieses Netz geraten, stecken sie in der Falle. Mit wechselnden Partnerschaften riskieren vor allem Mädchen, sich mit dem HI-Virus anzustecken", berichtet die 56-jährige Generalsekretärin.

"Wir werden derzeit überschüttet mit Anfragen. Die Menschen wollen Beistand im Umgang mit Aidskranken. Sie bitten um Unterstützung für Waisen und andere betroffene Kinder. Wir brauchen dringend weitere Aids-Beraterinnen und müssen viel aggressiver in unserer Bewusstseinsarbeit vorgehen", fährt die 56-jährige Generalsekretärin ernüchternd fort. Deshalb ist es ein Schwerpunkt der Arbeit von CSC, Gemeindemitglieder zu Aids-Beratern auszubilden.

Behandlung von Aids-Kranken

Die Regierung in Swasiland stellt jetzt die lebensnotwendigen Aidsmedikamente kostenlos zur Verfügung.

Langsam unterziehen sich die Menschen einem Aids-Test. Fallen die Tests positiv aus, werden die Betroffenen von einer Nichtregierungsorganisation, mit der auch der Christenrat zusammenarbeitet, registriert. Danach erhalten Aids-Kranke unter Beobachtung eines Arztes den lebensverlängernden Pillencocktail.

Reichlich Lobbyarbeit war notwendig, um die Regierung von einer kostenlosen Abgabe von diesen Medikamenten zu überzeugen.


Gogo Mabaso versorgt ihre fünf Enkel, da die Eltern an Aids gestorben sind. Unterstützt wird sie dabei vom Christenrat in Swasiland.
"Im letzten Jahr konnte meine Großmutter meine Schulgebühren noch bezahlen, aber jetzt reicht das Geld nur noch, um Nahrungsmittel zu kaufen. Wir sind froh, dass wir vom Christenrat ein paar Kleider geschenkt bekommen haben", schildert Sifiso Khumalo seine Situation. Der 18-Jährige lebt mit seinen vier Geschwistern bei seiner Großmutter Gogo Mabaso in einer abgelegenen Region in Swasiland. Die Mutter der Kinder ist erst kürzlich an Aids gestorben. Verheiratet war sie nie. Die Kinder stammen von drei verschiedenen Vätern, die auch an Aids gestorben sind.

Gogo Mabaso geht es nicht gut. Die Pflege ihrer Tochter hat sie angestrengt. Und es wird vermutet, dass sie sich dabei mit dem HI-Virus angesteckt hat.

Elizabeth Ndzinisa kümmert sich um die Familie

Elizabeth Ndzinisa ließ sich bei CSC zur HIV/Aids-Beraterin ausbilden. Fast täglich ist sie unterwegs, um Aids-Kranken, Waisen und deren Großmütter mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Die 53- jährige Gesundheitshelferin wohnt einige Nachbardörfer entfernt. Während eines Gottesdienstes sind ihr die fünf Kinder aufgefallen, seitdem kümmert sie sich um die Familie.

Sie können Ihre Spende in allen Weihnachtsgottesdiensten in die Kollektegeben oder direkt überweisen auf das Konto beim Kreiskirchlichen Verwaltungsamt Steglitz (Konto-Nr. 77 64 75,EDG Kiel, BLZ 100 602 37).

Bitte als Stichwort "Petrus-Giesensdorf, Brot für die Welt" nicht vergessen.