Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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15.11.2019

Ausflug nach Rathenow
Ein Rückblick

von Gisela Meyer

Petrus meinte es mal wieder gut mit "seiner" Gemeinde: Während es in Berlin regnete, bescherte er uns zu unserem Ausflug zur Landesgartenschau nach Rathenow recht schönes Wetter.

Um mehr Zeit für die Blumen zu haben, war von fleißigen Helfern für Jeden ein leckeres Lunchpaket gezaubert und dafür auf ein gemeinsames Mittagessen verzichtet worden.

Unser Ziel, das Städtchen Rathenow im Westhavelland, ist durch eine Erfindung bekannt geworden, von dessen Produkt wir fast alle Gebrauch machen müssen (dürfen!), einer Linsenschleifmaschine. Pfarrer Johann Heinrich August Duncker konstruierte diese Weltneuheit im Jahre 1801 und machte es damit möglich, Brillengläser in großen Mengen herzustellen.Der Grundstein für eine bis heute andauernde Optikindustrie war gelegt.

Diese für das Städtchen so segensreiche Entwicklung hatte allerdings am Ende des 2. Weltkrieges heftigste Zerstörungen durch alliierte Bomber zur Folge, denn die optische Industrie stellte außer Brillengläsern und Linsen für Leuchttürme in ganz Europa natürlich auch optische Geräte für die Rüstungsindustrie her. Neunzig Prozent der Altstadt waren am Kriegsende zerstört. Vieles ist heute wieder aufgebaut; besonders liebevoll ist das Ensemble rund um die Kirche mit altem Pfarrhaus und der alte Hafen rekonstruiert.

Es war natürlich nahe liegend, die Gartenschau unter den Oberbegriff "Optik" zu stellen. Die Ausstellungshallen im alten Mühlengebäude waren gerade ganz neu mit Dahlien, Herbstastern, Chrysanthemen, Eriken und vielen anderen Gewächsen gestaltet worden. Mit Herbstblumen bepflanzten Blumenbeete leuchteten prächtig in den Regenbogenfarben und überall begegneten uns Hinweise zu optischen Phänomenen.

Ein ganz besonderer Anziehungspunkt war der in Anlehnung an die Berliner Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz künstlich angelegte See, den wir auf zahlreichen Stegen überqueren konnten. Herrliche Seerosen in den verschiedensten Variationen leuchteten auf dem Wasser, aber die zahlreichen Lotusblüten mit ihren bizarren Fruchtständen beeindruckten uns wohl am meisten.

Viele von uns nutzten auch das Angebot, sich auf einem Floß gemächlich auf einem Altarm der Havel staken zu lassen und den Enten beim "Schwänzchen in die Höh" zuzusehen. Zum Schluss reizte eine flotte Dixieland Band manch einen, noch ein bisschen das Tanzbein zu schwingen.

Es war ein schöner Tag, und wir sind dankbar, dass wir nun schon seit gut 16 Jahren unser schönes Umland ohne Grenzen "erfahren" können!

Gisela Meyer

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