ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.3.2019

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Berlin!
Rückblick des Gemeindeausflugs

von Eva Laucks

Bei herrlichem Oktober-Wetter begannen wir unseren Gemeindeausflug mit Herrn Woy als Stadtführer.

Über Lankwitz, Schöneberg und den Alexander Platz ging es zur Schönhauser Allee. Wir besuchten dort den jüdischen Friedhof, der schon 1827 angelegt wurde. Eine Oase mitten in der Stadt mit 22000 Gräbern.


Vor dem Familiengrab von Max Liebermann
An bekannten Persönlichkeiten sind dort bestattet: Ullstein, Meyerbeer, Bleichröder (Bankier von Bismarck) und als letzter Prominenter wurde Max Liebermann noch während der Nazizeit begraben.

Der Friedhof wurde in der Nazizeit zerstört, die Grabsteine umgestürzt und während der DDR-Zeit wuchsen alle Gräber mit Efeu zu. Inzwischen ist es wieder begehbar und es ist sehr interessant, die Grabmale zu besichtigen.

Weiter ging die Fahrt kreuz und quer durch den Prenzlauer Berg, durch restaurierte Straßen und Häuser, zum Hackischen Markt – Friedrichstraße – Reichstag – Str. des 17.Juni und weiter in die Uhlandstraße in ein nettes italienisches Café zu Kaffee und Kuchen.

Nach Stärkung nun zur Joachimsthaler Str. 13. Im Hinterhof steht das ehemalige jüdische Logenhaus, 1902 erbaut vom Archiktekten Kuznitzky. Seit Anfang der 60er Jahre wurde es dan als orthodoxe Synagoge benutzt. Ein Diener der Gemeinde führte uns in den Betraum und erklärte uns alles auf unsere Fragen. Er zeigte uns die streng verschlossenen Thorarollen und wir bewunderten die sehr gut erhaltene und bemalte Stuckdecke. Dreimal täglich gibt es einen Gottesdienst, jeder kann daran teilnehmen und sich auch zu Wort melden. Auch die Frauen, die jedoch getrennt von den Männern in den Bänken sitzen.

Nach einem erlebnisreichen Tag ging es zurück nach Lichterfelde, wo wir genau um 18 Uhr eintrafen.