ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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25.3.2019

Das Wirken Gottes

von Erich Franz

"Du sorgst für das Land und tränkst es; du überschüttest es mit Reichtum." Dieser Halbvers aus dem 65. Psalm spricht mich sehr an, weil er von einem segnenden Gott erzählt. Er stammt aus einem großen Lobpreis, einem Hymnus. Werden wir einstimmen können in den Lobpreis für einen Gott, der sich um die Natur gesorgt hat?

Im Land der Bibel – und das wussten natürlich auch die Psalmbeter – ist rechtzeitiger Regen für die Landwirtschaft lebensnotwendig. Fast völlig hängt die gesamte Vegetation davon ab. Gott will alles segnen und "gnädigen Regen" schicken, heißt es beim Propheten Hesekiel 34, 26–27. Mitte Oktober beginnt normalerweise der Frühregen in Israel und Palästina (5. Mose 11, 14). Der weicht den harten Boden auf. Und in den Monaten Dezember und Januar kann dann die Wintersaat ausgebracht werden.

Überschüttet Gott noch heute das Land mit Regen und Segen zur rechten Zeit? Die Verse im Psalm 65 klingen so, als wären sie bei einem Dankfest für eingetretenen Regen gesprochen oder gesungen worden.

In Liedern und Gebeten wird Gott für die Ernte der Felder, der Weiden, der Äcker und der Hänge gedankt. "Wer hat das schöne Himmelszelt / hoch über uns gesetzt? / Wer ist es, der uns unser Feld / mit Tau und Regen netzt?" (EG 324, Strophe 4). Der 65. Psalm verherrlicht das Wirken Gottes in dreifacher Weise. Zunächst ist Gott einer, der Gebete erhört. Die Verse 7–9 schildern Gott als den Schöpfer der Welt. Und mit unserem Monatsspruch beginnt der dritte Teil, der Dank an den Regen und Segen spendenden Gott. Wirklich ein Psalm für den Monat des Erntedanks!

Erich Franz