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18.7.2019

Christa Maria Stark de Dias in Deutschland

von Anne und Peter Goerke


Zu Gast bei Freunden

Die Gründerin des Behinderten-Projektes Cajamarca / Peru Christa Maria Stark de Dias ist zur Zeit in Deutschland, um hier die ihre Arbeit unterstützenden Gruppen und Verwandte zu besuchen.

So war sie auch einige Tage in Berlin. Zunächst in Köpenick auf Grund einer Städtepartnerschaft zwischen Berlin-Köpenick und Cajamarca, wodurch Frau Stark für ihr Projekt Unterstützung, vor allem im medizinischen Bereich, erhält.

In unserer Gemeinde bedankte sie sich bei Spendern für die übernommenen Patenschaften für zwei Studenten aus sehr armer Familie mit behinderten Angehörigen.

Der ältere Bruder Wilder hat sein Informatik-Studium jetzt abgeschlossen und ist auf Stellensuche. Der jüngere Maximiliano war von einem mehrmonatigen Uni-Streik betroffen, hofft aber auch, in diesem Jahr noch fertig zu werden. Während des Streiks hat er im Straßenbau Arbeit gefunden, so dass Christa Stark von unserem Geld schon Noemi Valiente unterstützen konnte, die die Ausbildung als Krankenschwester begonnen hat. Dazu muß sie die Schwesternkleidung und das notwendige Arbeitsmaterial (z.B.: auch ein Stethoskop) selbst finanzieren, was für sie unmöglich ist.

Ihr Vater, ein evangelisch-freikirchlicher Pfarrer, ist plötzlich gestorben und die Mutter mit sechs Kindern (von denen Noemi die Älteste ist) ohne Einkommen, so dass sie mit Gelegenheitsarbeiten versucht, die große Familie zu ernähren. Da Noemi sehr intelligent ist und sie schon immer den Wunsch hatte, Krankenschwester zu werden, hat Christa Stark sich für ihre Förderung eingesetzt, auch, damit sie später die übrige Familie besser unterstützen kann.


Ausführliche Berichte bei Kaffee und Kuchen

Darum haben wir Frau Stark zugesagt, nach Beendigung der beiden studentischen Patenschaften, ab 2007 eine neue für Noemi zu übernehmen.

Die politische Lage in Peru (Wahlen und ihre Folgen), von Frau Stark lebhaft und für uns kaum vorstellbar geschildert, hat gerade jetzt gravierende Auswirkungen auf die Behindertenarbeit. So dürfen Behinderte über 20 Jahre nicht mehr in Schulen oder ähnlichen Einrichtungen gefördert werden, sie sind einfach per Gesetz sich selbst überlassen. Das macht die Beschäftigung von älteren Behinderten in den Werkstätten in Cajamarca praktisch unmöglich.

So wird zur Zeit fieberhaft nach Auswegen gesucht, diese Behinderten nicht einfach auf die Straße setzen zu müssen. Ein erster Versuch startet gerade durch eine gegründete Firma mit den Behinderten, die teilweise selbständig arbeiten und die dann über die Firma kleinere Aufträge erledigen können z.B. (Arbeitskleidung für Minenarbeiter waschen).

Aber was kann für die Schwachen, die Mehrfachbehinderten getan werden? Nicht wenige von ihnen wurden als Babys Christa Stark vor die Tür gelegt oder in Krankenhäusern einfach zurückgelassen und kamen so nach Cajamarca in die Einrichtung. Ein anderes Zuhause haben sie darum nicht.

Hier ist unsere Hilfe weiterhin unverzichtbar! Darum sind wird hier in der Petrus-Giesensdorfer Gemeinde für jede Spende dankbar, die wir an Christa Stark weiterleiten können! Auf Wunsch werden Spendenbescheinigungen ausgestellt.

Weitere Informationen im Internet unter www.projekt-cajamarca.de und bei

Anne und Peter Goerke (Tel. 711 72 92)

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