Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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13.12.2019

Der Stern von Bethlehem

von Gisela Meyer

Seit 80 Jahren leuchtet der "Stern von Bethlehem" über dem Haupteingang des Giesensdorfer Gemeindehauses.

Nachdem wir nun gerade im letzten Monat mit Festgottesdiensten die 50 jährige Wiedereinweihung unserer beiden Kirchen gefeiert haben, steht ein weiteres Jubiläum an: Genau vor 80 Jahren, am 1. Adventssonntag 1925, wurde das Giesensdorfer Gemeindehaus feierlich der Gemeinde übergeben. Alle vier Lichterfelder Kirchen bildeten damals eine Gemeinde und der Gemeindekirchenrat hielt es für dringend erforderlich, in Süd ein erstes Gemeindehaus zu bauen.

Professor Bruno Möhring hat mit seinem Entwurf, bei dem er das alte Pfarrhaus aus dem Jahr 1869 mit einbezog, ein harmonisches Ganzes geschaffen, dem von außen nicht anzusehen ist, dass es aus verschiedenen Epochen stammt. Der Grundstein liegt unter dem östlichen Ende der Schwelle des Haupteingangs. Links oben neben dem Eingang ist eine Kanonenkugel eingemauert, die vorher schon am alten Pfarrhaus angebracht war. Pfarrer Mulzer, von 1809-1840 in unserer Gemeinde tätig, fand sie auf dem Schlachtfeld von Großbeeren.

Das repräsentative Portal wurde aus märkischer Terrakotta im Stil des Art Deco gestaltet, im Mittelpunkt der Stern von Bethlehem. In demselben Stil wurde die Inneneinrichtung vorgenommen. Leider ist davon nach der "Modernisierung" 1960 nicht mehr viel übrig geblieben.

Man vergrößerte damals den Gemeindesaal, schuf den Altarraum und baute Außentüren mit einem Windfang ein. Die kleine Schuke-Orgel kam in die Dorfkirche, wo bis zu diesem Zeitpunkt nur ein Harmonium zur Verfügung stand. Für den Saal wurde eine größere Walcker-Orgel angeschafft. Dort wo heute die Glocken hängen, die nicht mehr geläutet werden, war früher ein kleiner Turm, der im Krieg zerstört wurde. Übrigens sind es die alten Glocken der Dorfkirche.

Seit vielen Jahren ist das Bibelwort "Unterdrückt nicht die Fremden die bei euch wohnen, sondern behandelt sie wie euresgleichen" (3. Mose, Vers 19) als Denkanstoß an der Hausfassade angebracht.

Nach der Fusion unserer Gemeinden wurde das Haus innen umgebaut, und damit den neuen Erfordernissen angepasst. Besonders froh sind wir über den Anbau eines Fahrstuhls an der Rückseite des Hauses, der jetzt endlich auch Rollstuhlbenutzern den Zugang zu allen Räumen ermöglicht.

Im Haus finden täglich Veranstaltungen statt und es bedarf einer guten Planung, dass alle Gruppen zu ihrem Recht (d.h. zu einem freien Raum) kommen. Kita-Kinder, Konfirmanden, Tanz- und Gymnastikgruppen, Literatur- und Seniorenkreise und viele andere sollen sich auch weiter hier wohl fühlen!

Gisela Meyer

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