ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Holzkirche Gemeindezentrum Celsiusstraße Gemeindehaus Ostpreußendamm
Petruskirche Gemeindehaus Parallelstraße Dorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > November 2005

17.1.2019

Ausflug nach Forst
Ein Rückblick

von Liselotte Studinger

Bei diesem Ausflug nach Forst zeigte sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Weil der Weg nach Forst recht lang ist (ca. 2 Std.), sind wir schon früh aufgebrochen. Als die Stadt hinter uns lag, schien bereits die Sonne. Aber am Boden über den Wiesen und Feldern stand etwa 1,50 m hoch der Nebel und wurde von der Sonne beschienen. Der Himmel war blau und wolkenlos. Das sah sehr schön aus und ließ uns die langweilige Fahrt auf der Autobahn vergessen.

In Forst angekommen, besuchten wir zuerst das Museum. Es besteht aus zwei Etagen. Im Erdgeschoss waren Webstühle in verschiedenen Arten und Größen aufgestellt, deren Funktion erklärt wurde und alle noch in Betrieb gesetzt werden konnten, so dass wir sahen, wie Tuch entsteht.

Ein Spinnrad gab es auch noch, und es wurde uns gezeigt, wie aus Wolle oder Flachs ein Faden hergestellt werden konnte, denn Fäden waren ja erst einmal erforderlich für die Webstühle.

ln der ersten Etage konnten wir dann Gisela Meyers Rolltücher-Ausstellung besichtigen. In dem gesamten Raum gab es Wäscheleinen, an denen die Rolltücher aufgehängt und mit Wäscheklammern befestigt waren. Es gab ungefähr 100 Stück, der ganze Raum war voll besetzt damit in den buntesten Farben und mit den hübschesten Motiven.

Heute kennt man keine Rolltücher mehr, der Begriff "Rolltuch" ist unbekannt. Als ich kürzlich eine junge Frau fragte: "Kennst Du das Wort 'Rolltuch'?" Sagte sie: "Ja, nach einer Massage wird man in ein Tuch eingewickelt zum Wärmen!" Als ich ihr dann sagte, dass das nicht stimmt, und Rolltücher früher bei der grossen Wäsche benutzt wurden beim Mangeln, uni die saubere Wäsche zu schützen, schaute sie mich ganz ungläubig an und sagte: "Nein, das habe ich nicht gewusst".

Nach dem Museums-Besuch fuhren wir erst einmal zum Mittagessen und stärkten uns bei Sauerbraten, Rotkohl, Klößen und Kartoffeln.

Dann wurde uns die Stadt gezeigt, die durch den Krieg sehr gelitten hatte und vieles noch aufgebaut werden muss. Die ehemaligen Tuchfabriken standen immer noch als Ruinen da und von den früheren schönen Bürgerhäusern gab es auch kaum noch etwas zu sehen.

Nach der Kaffee-Stunde (mit Kaffee, Tee und Kuchen) war ein Spaziergang im Rosengarten angesagt. Das ist eine sehr schöne Anlage mit üppigen Wasserspielen. Die Rosenzeit ist allerdings fast vorbei, aber jetzt hatten die Dahlien ihre Zeit und davon gab es eine großes Menge in den schönsten Farben.

Nun stand auch schon unser Bus für die Heimreise bereit, und das Wetter, welches des ganzen Tag sonnig war, bescherte uns ein prächtiges Naturschauspiel. Am westlichen Horizont stand die Sonne groß und strahlte rotleuchtend und gegen über im Osten erschien der Mond, hell weißleuchtend, dick und noch etwas oval, weil bis zum Vollmond noch 2 Tage fehlten.

Es war ein wunderschöner Anblick zu sehen, wie sich Mond und Sonne gegenüber standen. Alle Ausflügler unterbrachen plötzlich ihre Unterhaltungen und schauten nur ganz andächtig auf die Natur. Sonne und Mond.

Einen schöneren Abschluss für unseren Ausflug hätte es gar nicht geben können.