ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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20.1.2019

Rückblicke

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Seniorenreise 2005
Ein Rückblick
von Gisela Meyer

Das Verstauen unseres zahlreichen Gepäcks, der 3 Rollstühle und 7 Rollatoren unserer 35 Reisenden im Alter von 68 bis 97 Jahre erforderte schon einiges Geschick und Improvisation. Schon zum vierten Mal fuhren wir am 11.6.2005 für zwei Wochen zu Familie Stork nach Holzhausen am Wiehengebirge. Für die meisten von uns war es beinahe wie ein nach Hause kommen, zumal fast alle ihr "altes" Zimmer wieder beziehen konnten. Auch unsere "Neuen" fanden schnell Anschluss und fühlten sich nicht allein gelassen.

Für die unangenehme Kälte der ersten Tage wurden wir bald mit großer Hitze entschädigt, die dann auch die Erdbeeren richtig rot und süß werden ließ. Unter viel Lachen und Albern wurde natürlich wieder jeden Morgen Gymnastik gemacht und anschließend getanzt, was unsere volle Konzentration erforderte, damit wir uns nicht mit den Beinen oder unseren Tanzpartnerinnen verhedderten. Es war faszinierend zu sehen, wie trotz schlechten Laufens manch eine tanzen kann.

Obwohl wir hier nun schon einige Male waren, hatten wir keine Probleme wieder neue schöne Ausflugsziele zu finden. So waren wir am Steinhuder Meer, sind dort bei Regen und Gewitter Boot gefahren. In Bückeburg bot sich uns die Möglichkeit, eine Vorstellung der neuen Hofreitschule zu erleben. Von den wunderschönen Pferden und ihrem Können waren wir ebenso begeistert wie von dem engagierten und liebevollen Umgang mit den Tieren. Hochinteressante Informationen zur Geschichte des barocken Reitens, spannend vorgetragen, rundeten das Erlebnis ab. Und nicht zu vergessen: die obligatorische Fahrt zur USB Strickmodenfabrik in Börninghausen. Da wurde anprobiert, begutachtet, verglichen, kombiniert, verworfen und abgesteckt. Für alle, auch für die, die nichts gekauft haben, wieder ein großer Spaß, der dann noch fast täglich im Holzhauser USB-Laden seine Fortsetzung fand. Nachmittags starteten wir den Angriff auf unsere meistens ohnehin nicht so schlanken Linien mit Torten und Eis in den diversen schönen Cafés. (Gut, dass das jetzt wieder ein Ende hat!).

Ganz besonders wird uns ein Gottesdienst im Kurpark in Erinnerung bleiben, den wir bei herrlichem Wetter Vogelgezwitscher und Entengeschnatter feiern durften. Der Pfarrer predigte in klaren deutlichen Worten über die Josefsgeschichte und über das, was wir für unser heutiges Leben aus ihr übernehmen können. Von Herzen danken wir dem Schöpfer für die wunderbare Natur und diesen Gottesdienst, der uns viel gegeben hat.

Die Zeit bei Familie Stork verging auch in diesem Jahr wie im Fluge. Besonders die zweieinhalbjährige Celina hat uns mit ihrem fröhlichen selbstbewussten Wesen viel Freude gemacht und selbstverständlich hat Poldi, der riesige Familienhund, auch wieder alle Herzen im Sturm erobert. Auch wenn wir für das nächste Jahr ein neues Reiseziel haben – Oppurg in Thüringen – werden wir sicher nicht das letzte Mal bei Storks in Holzhausen gewesen sein, für deren Herzlichkeit und Freundlichkeit wir nochmals herzlich danken.

Gisela Meyer, für das Reiseteam, das trotz reichlicher Arbeit auch viel Spaß hatte.

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Tagesausflug zum Spreewald
Ein Rückblick
von Liselotte Studinger

Als ich im Schlüssel die Ankündigung vom Tagesausflug am 26. Mai las, stand für mich fest, dass ich mich daran beteiligen würde, denn ich liebe den Spreewald. Ich war dort bestimmt schon 3-4 mal, aber es kann mir nicht zuviel werden.
Schon früher, wenn die Familie Besuch bekam, der einige Tage blieb, stand fest, an einem Tage wurde zum Spreewald gefahren, um den Gästen etwas Schönes zu bieten und immer war man von dem Ausflug begeistert.

Der 26. Mai rückte näher und die Eisheiligen waren vorbei. Jetzt konnten wir hoffen, dass sommerliches Wetter einsetzte. Und siehe da! Wir hatten einen wunderschönen Tag mit Wärme und Sonnenschein. Die Stimmung war entsprechend gut, und so haben wir auch 2 Stunden Autobahn-Fahrt ohne Murren hingenommen, um rechtzeitig in Burg zu sein, weil wir dort im "Gasthaus zur Linde" zum Mittagessen angemeldet waren. Mit hübsch gedeckten Tischen erwartete man uns auch schon. Es gab Schnitzel mit Spargel und Salat und ein Fischgericht entsprechend, wir konnten wählen. Beides war sehr appetitlich angerichtet und die Bedienung bemerkenswert freundlich und aufmerksam. Es schmeckte uns allen sehr gut.

Nach dem Essen bestiegen wir wieder den Bus, der uns zum Hafen brachte. Dort lagen zwei Boote für uns bereit, die einen recht gemütlichen Eindruck machten. In der Mitte stand ein kleiner runder Tisch mit einem Blumenstrauß drauf und dann beiderseits zweisitzige Bänke mit Wolldecken, damit es die Fahrgäste bequem hatten, denn es war eine zweistündige Tour vorgesehen. Für durstige Kehlen gab es auf dem Boot auch allerlei zu trinken. Als wir alle Platz genommen hatten, ging es los. Am Ende des Bootes stand eine recht lustige, junge Frau mit einer langen Stange zum Staken. Sie war so zusagen "unser Kapitän" und erzählte immer wieder mal kleine Geschichten und Witzchen und sorgte für Unterhaltung und gute Laune.

Kaum waren wir 5 Minuten gefahren, hörten wir auf zu reden und ließen ganz bewusst die Stille der Landschaft, die uns umgab auf uns wirken, da war kein Motor- oder sonstiger Verkehrslärm und die saubere Luft ohne Abgase tat unseren Lungen gut und ließ uns tief durchatmen. Wir genossen und bewunderten nur noch die Landschaft. An den Ufern der Wasserstraßen, die alle mit Namen ausgeschildert warenalte, prachtvolle Laubbäume, die bei dem intensiven Sonnenschein ein wunderschönes Schattenmuster auf die Wasserfläche malten.

An einigen Stellen waren die Bäume abgesägt, und es standen nur noch unheimlich dicke Stubben da, die vermuten liessen, dass es sich um ein paarhundert Jahre alte Bäume gehandelt haben musste.

Dann führte uns die Wasserstrasse auch durch Wiesenflächen, die so weit waren, wie das Auge reichte. Felder gab es kaum. In den zwei Stunden, die wir unterwegs waren, habe ich gerade ein Roggenfeld gesehen. Vögel habe ich kaum bemerkt, die haben wohl einen "Mittagsschlaf" gehalten. Nur ein Buntspecht begrüßte uns. Aber auf dem ganzen Weg wurden wir von vielen blauen Libellen und Schmetterlingen und Zitronenfaltern begleitet.

Während der ganzen Zeit bekam ich in der weiten Landschaft keinen Menschen zu Gesicht, nur hier und da mal ein Haus bestehend aus schwarzen Holzwänden mit weissen Fensterrahmen und Dachziegeln. Ich wunderte mich darüber, denn eigentlich hätte ein Dach aus Riedgras besser gepasst, aber dazu gab es von der Baubehörde keine Genehmigung wegen der Feuergefahr. Immer wieder mussten wir unter Holzbrücken durchfahren. Eine davon war sogar so niedrig, dass wir unsere Köpfe auf die Knie legen mussten, um nicht an die Balken zu stoßen.

Von den für den Spreewald so berühmten Gurken sahen wir hier keine Anbauflächen, die sind wohl mehr in der Gegend von Lübben und Lübbenau.

Die zweistündige Kahnfahrt ging ihrem Ende zu und wir landeten schließlich zu einer Kaffee-Stunde wieder in Burg im "Gasthaus zur Linde", wo diesmal die Tische im Garten schon gedeckt waren und man uns bereits erwartete. Es gab je nach Wahl Kaffee oder Tee und die aufmerksame Bedienung schenkte aus Wärmekannen immer wieder die Tassen voll. Dazu gab es sehr leckeren, frisch gebackenen Kuchen mit Sahne. Wir ließen es uns wieder munden und genossen es, verwöhnt zu werden.

Um 17 Uhr stand der Bus zur Heimreise bereit und wieder wurde die Autobahn benutzt, obwohl man für die Rückreise die Fahrt über die Dörfer vorgesehen hatte, aber schließlich entschied sich die Mehrzahl doch wieder für die Autobahn, um schneller wieder daheim zu sein.

So ging ein schöner, sommerlicher Ausflug in den Spreewald zu Ende.

Liselotte Studinger