ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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21.5.2019

Rückblicke

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Reise nach Hirschberg (Jelenia Córa)
in Schlesien
Ein Rückblick von Eva Laucks

In diesem Jahr ging es mit der Wander- und Tanzgruppe in Richtung Schlesien ins Riesengebirge, heute Polen.

Pünktlich um 7 Uhr starteten wir mit 30 Leuten von der Petruskirche mit "Dem Bernauer" bei herrlichem Sonnenschein.

Unser Fahrer, Herr Laube, wollte uns recht viel Landschaft zeigen, wobei wir dann auch auf ziemlich unebenen Landstraßen dahinfuhren. Über Bunzlau, bekannt durch die blaugemusterten Tontöpfe, ging es dann nach Hirschberg an der Bóbre.

Am Hotel empfing uns gleich unsere polnische Reiseleiterin Ina, die uns alle Tage begleiten sollte. Es ging sofort zur Stadtbesichtigung in Hirschberg, rund um den Marktplatz sehr viel restauriert, mit schönen alten Bürgerhäusern und Laubengängen.

Da wir von der Fahrt recht müde waren, gingen wir nach dem Abendessen sehr schnell in unsere Zimmer. Das Hotel "FAN" ist ziemlich neu, modern ausgestattet und liegt etwas ausserhalb der Stadt. Wir hatten immer einen herrlichen Blick auf das ganze Riesengebirgspanorama.

Am 2. Tag ging es auf die geplante Riesengebirgsfahrt. Die Sonne lachte und wir fuhren über Schreiberhau, wo noch etliche Schneereste lagen, in Jakobstal soviel, dass noch einige Langläufer unterwegs waren. Rechter Hand lag das Isargebirge und die tschechische Grenze.

Der Kochelwasserfall wurde besichtigt, weiter ging es dann Petersdorf, zur Sojesfinen Glashütte, nach Hermsdorf und Burg Kynast im Blick. Unsere Ina erklärte uns sehr viel, wobei dann doch einige Worte bei ihr verrutschten. So konnten wir manchen Ort nicht sehen, weil alles "vernabelt" war. Und auf der Burg Kynast gab es ein "Hungerloch" für böse Menschen, sie erklärte es zu unserer Freude mit "Hundeloch!"

Der nächste Halt in Agnetendorf, wo sich das Geburtshaus von Gerhard Hauptmann befindet. Er baute dort eine große Villa für seine 2. Frau mit allem Komfort. An Inventar war nichts mehr vorhanden, aber wir konnten einen Originalfilm von G.H. sehen mit eigener Stimme.

Weiter ging es nach Krumhübl, direkt am Fuße der Schneekoppe. Ein bekannter Wintersport- und Erholungsort in 865m Höhe. Natürlich wurde die bekannte Kirche "Wang" besichtigt, eine Norwegische Stabholzkirche aus dem 13. Jahrhundert, die der Preussenkönig Fr. Wilh. IV. ins Riesengebirge bringen ließ. Leider konnten wir zur Schneekoppe (1602m) "nick nuff", wie Ina sagte, weil der Lift gewartet wurde und auch noch zu viel Schnee oben lag. Zum Mittagessen führte uns Ina in ein "Tiroler Haus", in Karczma, wo es leckere Rippchen und Klöße gab. Kommentar: wir haben "gut gesuppt!"

Nach Giersdorf, Stohnsdorf, Seidorf wäre noch Bad Warmbrunn zu erwähnen. Früher sehr beliebter Kurort mit einem großen "Kurschattenpark!" Heute steht noch vieles leer, leider!

Am Abend haben wir uns dann alle zusammen gesetzt und ein bißchen gesungen, vorgelesen und unterhalten.

Donnerstag dann starteten wir um 8.30 Uhr Richtung Breslau. Wir fuhren durch Orte wie Ketschendorf, Balkow (Schlacht bei Lehten), noch vielen aus dem Geschichtsunterricht bekannt. "Freiburg, die grosse Bibliothek wurde noch nach dem 9.5.45 kaputt gegangen!"

Der Besuch in Schweidnitz führte uns in die evangelische Friedenskirche ohne Turm, ein Fachwerkbau, heute Unesco-Kulturerbe.

In Breslau, auch heute Universitätsstadt, gibt es noch viele deutsche Namen. Wieder sehr schön restauriert der Dom – Johannes der Täufer, der Rathausplatz mit einem gothischem Rathaus. Ein wertvoller historischer Bau und wunderschöne alte Bürgerhäuser. Eigentlich waren wir schon sehr müde, aber es stand ja noch ein "Rübezahlabend" auf dem Programm. Also eine halbe Stunde Zeit zum Umziehen und ab gings wieder nach Krumhübl in eine urige Rübezahlbaude. Dort gabs saftigen Schweinsbraten mit Knödel und anschliessend Musike und Tanz. Und nun "meine Lieben" sagte Ina, muss ich mich von Euch verabschieden. So ging ein schöner Tag zu Ende mit vielen Erlebnissen und Eindrücken. Wir hatten mit ihr eine sehr gute Reiseführerin, die uns viele Dinge erzählen konnte, auch über die Probleme der Nachkriegszeit mit den Polen und Deutschen.

Die Fahrt nach Schlesien war auch für viele von uns eine Reise in die Vergangenheit, da einige von uns dort zu Hause waren, im Krieg evakuiert oder auch die Wurzeln lagen.

Freitag ging es dann um 9 Uhr auf die Heimreise. Nachdem wir alle kalt duschen mussten, die Anlage war nicht Ordnung und ein Handwerker nicht kommen konnte, da alles zur Beisetzung des Papstes war.

In Görlitz, dann wieder in Deutschland, hatten wir 2 Stunden Zeit uns die Stadt anzusehen. Wir waren erstaunt, wie schön alles wieder restauriert ist, eine Pracht, das alles anzusehen. Jeder ging diesmal für sich alleine und natürlich musste noch schlesischer Mohn- und Streußelkuchen eingekauft werden. Noch ein Abstecher ins "Tropical Islands" und heimwärts gings. Wir danken noch einmal Frau Spors-Weinmann für die Organisation dieser schönen Reise und freuen uns schon auf die nächste. Auch Dank an Herrn Laube, der uns sicher und gut gefahren hat und uns mit Getränken und Speisen versorgt hat.

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"Alles nur Theater"

Am 20. März war ich leider in der zweiten und letzten Vorstellung des "Alt-Berliner Schmalzstullentheaters" im Gemeindehaus in der Parallelstraße. Leider, weil ich nun keine Reklame mehr für die Aufführung der Laienspielgruppe machen konnte.

Es war herrlich zu sehen, wie Detlef Lutze – unser sonst so ernsthafter Gemeinderatsvorsitzender – mit Bravour, Witz und vollem Körpereinsatz eine der Hauptrollen spielte.

Auch die Rolle der Haushälterin war mit Heidi Bramböck ideal besetzt. Ihr Mann Wolfgang und natürlich alle übrigen Mitspieler waren einfach großartig. Man hat kaum glauben können, dass das eine Laientruppe ist!

Wir Zuschauer haben uns köstlich amüsiert. Mit lang dauerndem Applaus wurden die Spieler immer wieder auf die Bühne gerufen. Vielleicht ist ja doch irgendwann noch mal eine Wiederholung möglich!

Gisela Meyer