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20.1.2018

IKZ lädt ein: Gedenkfeier am 21. April
Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde

Zeitdokumente gesucht!
"Die Vergangenheit ist nicht tot – sie ist noch nicht einmal vergangen"

60 Jahre nach Kriegsende bereitet der Heimatverein Steglitz gemeinsam mit der Initiative KZ-Aussenlager Lichterfelde eine Ausstellung vor.

Mit dem Lager in Lichterfelde im Blickpunkt soll der Alltag der Menschen in Steglitz unter dem Eindruck der NS-Propaganda gezeigt werden wie auch die hier ansässigen Institutionen, Strukturen und Personen des NS-Regimes. Aufmerksam machen will die Ausstellung auch auf Spuren des Widerstandes in Kirche und Gesellschaft.

Dazu suchen wir Zeitdokumente aus den Jahren 1933-1946. Das können Gegenstände verschiedener Art sein, wie z.B. alte Schulbücher, Zeitungen, Flugblätter, Fotos, Briefe, Feldpostbriefe, Postkarten, Tagebücher, Kriegsspielzeug, Wiking-Modelle aus jener Zeit, Granatsplitter, Patronenhülsen etc.

Bitte melden Sie sich, wenn Sie uns helfen können, beim Heimatverein Steglitz,
Tel. 833 21 09, bei Thomas Protz
unter 774 66 65 bzw. 0173/4825100
oder bei Wolfgang Schönebeck unter 770 55 55.

Die Gedenkstätte - Foto: Lutz Poetter

Die Initiative KZ Außenlager Lichterfelde e.V. (IKZ) lädt auch in diesem Jahr wieder zu einer Gedenkfeier an der "Säule der Gefangenen" ein.

Gedenkfeier an der "Säule der Gefangenen"
Wismarer Straße 26-36
Donnerstag, der 21. April, 10.00 Uhr
Ende der Veranstaltung gegen 12 Uhr. Blumen- und Geldspenden sind willkommen.

Spendenkonto der IKZ:
Konto-Nr.: 3003700
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00
Initiative KZ-Außenlager

In der Wismarer Straße befand sich von 1941 bis 1945 ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Hier wurden Häftlinge gefangen gehalten, die überwiegend im Auftrag der SS in Berlin Zwangsarbeit leisten mußten.

Seit mehreren Jahren veranstaltet die IKZ eine jährliche Gedenkveranstaltung an der "Säule der Gefangenen", die an dieses Lager erinnert. Wie jedes Jahr, werden wieder überlebende Häftlinge bei uns zu Gast sein. Gerade zum 60. Jahrestages des Kriegsendes hoffen wir, möglichst viele von ihnen unter uns begrüßen zu dürfen.

Wie bereits in vergangenen Jahren, werden sich auch verschiedene Botschaften und andere gesellschaftliche Gruppen an der Feier beteiligen.

Die Erinnerung an die Vergangenheit, die Begegnung mit Zeitzeugen, die Arbeit mit Jugendlichen sind für die IKZ und ihre Mitglieder eine wichtige Form der Mitarbeit an einem demokratischen Gemeinwesen. Aus der Erinnerung an die Schrecken der Naziherrschaft in Deutschland erwächst uns die Verpflichtung, Demokratie, Freiheit und Menschenwürde zu verteidigen. Zugleich ist die Arbeit der IKZ auch ein Werk der Versöhnung, durch das wir uns als Deutsche mit unseren ehemaligen Opfern und Gegnern in diesem Bemühen vereint sehen.

Wir würden uns freuen, dies anläßlich der Gedenkfeier mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern zu teilen.

Am selben Abend findet – wie bereits letztes Jahr – ein "Abend der Begegnung" im Gemeindehaus der Johann-Sebastian-Bach-Gemeinde, Luzerner Str. 10-12 statt. Sie haben dort die Gelegenheit, unsere Gäste näher kennen zu lernen.
Das musikalische Programm gestaltet das Lehrerorchester des OSZ für Bürowirtschaft. Beginn der Veranstaltung ist 18.30 Uhr.

Annette Pohlke

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