ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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20.7.2019

Neues von den Turmfalken
Ein unpolitischer Bericht

von E-Mail

Eigentlich wollte ich ausführlich über den Reichstag, das Familienministerium und eine politische Stadtrundfahrt berichten, denn all das war Bestandteil einer Einladung vom Abgeordneten und SPD- Generalsektretär Klaus Uwe Benneter.

Er hatte Kirchenleute aus Steglitz/Zehlendorf zu diesem Tag mit vielen Besichtigungen und zwei politischen Diskussionen eingeladen. Knapp 50 Leute folgten der Einladung und es war ein sehr interessanter, informativer, aber auch anstrengend langer Tag, der um 8 Uhr morgens begann und abends um 21 Uhr sein Ende fand.

Beim abschließenden Abendessen in der "Letzten Instanz" traf ich auf Ludwig Schlottke, der auch mit von der Partie war. Er ist der Falkenbetreuer, der unsere Turmfalken im Kirchturm der Petruskirche betreut. Ich erfuhr, dass er demnächst die Beringung der Jungfalken vornehmen wird. Also verabredeten wir uns und ich hatte eine kleine "unpolitische" Geschichte für den SCHLÜSSEL.

Vor zwei Jahren mussten wir ja berichten, wie sich Schleiereulen in den Kirchturm einschlichen und unsere Stammgäste, die Turmfalken vertrieben.

Jetzt ist aber wieder alles beim Alten und die Falken konnten ihre alte Brutstätte wieder benutzen.

Ich verabredete ich mich für den 12. Juni und begleitete Herrn Schlottke hoch in die Spitze des Kirchturms um beim Beringen der Jungen zuzuschauen und auch einige Fotos zu machen. Der Aufstieg war mühsam und kurz vor dem Ziel auf dieser langen angelehnten Leiter spürte ich sogar ein wenig Unsicherheit. Es ist aber wohl noch keiner da heruntergestürzt.

Als wir endlich oben eintrafen, bat Ludwig Schlottke erstmal um absolute Ruhe, da die Mutter anwesend war und ihre Jungen fütterte. Durch ein Guckloch im Kasten versuchte er die Nummer auf der Beringung der Falkin zu erkennen. Der Ring war aber stark verschmutzt und so auch unleserlich.

Als die Falkin das Nest verließ, nahm Ludwig Schlottke seine Arbeit auf, das Werkzeug zur Beringung lag bereit, und mit wenigen geschickten Handgriffen wurden die Jungfalken ordnungsgemäß beringt.

Ich verabschiedete mich dann vom Falkenbetreuer um noch einige Außenaufnahmen zu machen, natürlich in der Hoffnung, einen fliegenden Falken vor die Linse zu bekommen.

Wenn man das Kirchturmfoto genau betrachtet, kann man diesen auch erkennen.

Reiner Kolodziej