ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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26.3.2019

Tagesausflug nach Gut Hirschaue am 6. Mai
Ein Rückblick

von Liselotte Studinger

Lange mussten wir warten, bis endlich einmal wieder ein Ausflug mit Herrn Stellmacher angesagt war. Da immer noch April-Wetter herrschte, mussten wir schließlich mit gelegentlichen Regenschauern rechnen, aber das konnte uns die Freude an der Fahrt nicht verderben, zumal es morgens noch sonnig war. So starteten wir um 9 Uhr an der Petruskirche und waren sehr gespannt, was uns am Ziel erwartete. Schon eine Stunde vorher hatten sich die Ausflügler eingefunden.

Wie immer mied Herr Stellmacher die Autobahn, und er wusste ganz genau, in welchem Ort sich Storchennester befanden, und zwar besetzte. Wir wurden auf jedes Nest aufmerksam gemacht. Offensichtlich wurde noch gebrütet und der Nachwuchs befand sich noch in den Eiern, denn entweder ragte nur ein Storchenhals über den Nestrand heraus, oder ein Storch stand im Nest und betrachtete majestätisch seine Umgebung.

Wir sind mindestens durch 8 Dörfer mit Storchennestern gefahren. Es war erfreulich zu sehen, wie sehr diese Gegend vom Adebar für seinen Nachwachs benutzt wird.
Wir freuten uns darüber und alle wurden von uns mit "Hallo" begrüßt.

Die Gegend Beeskow/Storkow ist nicht nur eine Storchen-Gegend, nein da gibt es auch jede Menge Spargel. Herr Stellmacher fuhr einen großen Spargelhof an, wo wir uns mit Spargel eindecken konnten. Frisch gestochen von guter Qualität. Wir nutzten die Gelegenheit und wussten sofort, was es am nächsten Tag zum Mittagessen geben würde. Wir kamen dann noch an großen Spargelfeldern vorbei, auf denen die Beete mit schwarzer Folie abgedeckt waren.

Die Sonne hatte sich hinter Wolken versteckt und die schwarzen Reihen der Spargelfelder hätten sicher dazu beigetragen, dass es ein grauer Tag werden würde. Aber dem war nicht so, denn es gab riesige Flächen von blühenden Rapsfeldern so weit das Auge reichte. Sie leuchteten so stark, als wollten sie die Sonne ersetzen. Ja, als wollten sie ihr förmlich Konkurrenz machen. Es war wunderschön.

So konnten wir schließlich unser Ziel "Gut Hirschaue" in Birkholz bei Beeskow erreichen. Das ist ein junges Unternehmen des Landbar: mit ökologischer Gatterwildhaltung. Auf einem angemessenen Lebensraum von 100 Hektar werden insgesamt mehr als 1000 Damtiere. Rothirsche und Wildschweine zur Erzeugung von Zuchttieren und wertvollem Wildfleisch gehalten.

Ein Herr vom Gut, der uns zu den verschiedenen Wildgattern Führer wollte, empfing uns mit einem Eimerchen in der Hand, in dem sich Walnüsse befanden. Ich wunderte mich und überlegte, wer wohl diese Nüsse als "Leckerei" bekommen sollte, doch wohl kaum die Hirsche? Aber ja, sie knabberten sie mit sichtlichem Vergnügen. Wir kamen zum ersten Wildgatter, und es wurde geöffnet, damit wir hineingehen konnten. Gleich kamen viele Hirsche angelaufen. Sie waren wohl Besucher gewöhnt und gar nicht scheu, kamen ganz dicht auf Tuchfühlung heran. Pur stupste sogar einer mit seiner nassen kalten Nase an meine. Diese Zutraulichkeit hat mir sehr gefallen.

Der Himmel wurde immer dunkler und schließlich fing es an zu regnen. Es kamen sogar dicke Hagelkörner vom Himmel, so dass ich mir meine Jacke über den Kopf zog. Der Weg zu den anderen Wildgattern war weit. So rannte ich dann mit noch anderen Damen zurück zum Gutshof und setzte mich auf die Veranda, um auf die anderen zu warten.

Zur Mittagszeit waren dann alle wieder beisammen. Im Gutshaus gab es ein hübsches, rustikales Restaurant, in dem schon die Tische gedeckt und alles für das Mittagessen vorbereitet war. Wir ließen es uns schmecken.

Im Gutshof befindet sich auch ein Laden, in dem Wildfleisch und Wildwurst, die in der eigenen Fleischerei hergestellt werden, zum Kauf zu haben sind. Davon machten wir ausgiebig Gebrauch.

Nach einem gemütlichen Kaffee-Stündchen traten wir dann die Heimfahrt an und waren nach einem schönen und interessanten Tag am späten Nachmittag wieder zu Hause.