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ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > Oktober 2003 |
19.5.2012 |
Sicher nicht nur von materiellen Dingen, aber in keinem Fall ohne sie. Ich brauche Brot und Wasser, Essen und Trinken, das mich am Leben erhält, mich wachsen lässt, mir Kraft gibt. Ich brauche ein Dach über dem Kopf und ein Bett, Kleidung, Bildung und Arbeit. Und ich brauche Menschen, mit denen ich leben kann. Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten, die nicht jeden Tag in meinem Bewusstsein sind. Und so selbstverständlich sie auch sind, viele müssen sie entbehren.
Wenn der Sommer sich neigt, die Früchte alle gereift und die Felder abgeerntet sind, dann feiern wir das Erntedankfest. Zeit sich an die vielen so selbstverständlichen Dinge im Leben zu erinnern. Zeit sich bewusst zu machen, wovon mein Leben abhängt, wie sehr ich immer wieder alle Tage neu beschenkt werde. In der Stadt merken wir die Abhängigkeit von den Dingen, die nicht in unserer Hand liegen vielleicht manchmal nicht so stark. Im Supermarkt bekomme ich fast immer alles, ganz unabhängig von der Jahreszeit. Unterschiede merke ich allenfalls noch am Preis. Aber in diesem Jahr ist in unser aller Bewusstsein, dass die Trockenheit, die der Sommer beschert hat, vieles nicht hat wachsen lassen. Immer wieder haben die Nachrichten über große Ernteeinbußen berichtet. "Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand," so dichtet Matthias Claudius. Wir wissen wie wir heute als Menschen das Klima beeinflussen, so dass Wachstum und Gedeihen in Gefahr geraten, aber wir wissen eben auch, dass nicht alles in unserer Hand liegt. Dass wir zu essen haben, dass es wächst und gedeiht, dass wir versorgt sind, ist alle Mal wieder ein Grund zu Danken. Danken, weil der Dank das Leben reicher macht. Weil, wer dankt, sich freuen kann, über die Dinge von denen er lebt. Weil Dank dem Leben neue Kraft und neuen Mut schenkt. Der Dank hat es manchmal schwer in unser aller Leben, wie sonst hätte sich das Sprichwort: "Undank ist der Welt Lohn" entwickeln können. Undank ist der Welt Lohn klingt bitter. Wenn wir den Undank in unserem Herzen regieren lassen, dann berauben wir uns einer Lebenskraft. Stimmen Sie doch mal wieder ein in das schöne Lied:
Ich wünsche Ihnen ein dankbares Herz. Pfrn. Susanne Peters-Streu
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