ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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19.5.2019

660 mal Frühstück
Ein letzter Rückblick auf den Kirchentag

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Unsere Gäste, die in der Kastanienschule und in der Giesensdorfer Grundschule übernachteten, brauchten als Grundlage für die anstrengenden Tage natürlich ein gutes Frühstück, für das jeder Teilnehmer pro Tag mit seiner Anmeldegebühr 1,90 Euro bezahlt hatte.

Da unsere Gemeindehäuser in der Parallelstraße und am Ostpreußendamm von den Schulen aus recht einfach zu erreichen sind, entschlossen wir uns schon sehr früh, diese für das Frühstück zu nutzen, welches von 7.00–9.00 Uhr angeboten werden sollte. Bei dem ersten Planungstreffen fanden sich genügend Helfer, die bereit waren, so früh morgens das Frühstück zuzubereiten, so vier bis sechs sollten es an jeden Morgen schon sein. In der Parallelstraße waren Frau Nickel, Frau Korth, Frau Berton, Frau Bleck, Frau Lehm, Frau Miether, Frau Zagol aus der Kita Petrusheim, Frau Setzer, Herr Tröger und Herr Kolodziej dabei, am Ostpreußendamm halfen Frau Czogalla, Frau Ehrhardt, Frau Hüffmeier, Frau Langner, Frau Meyer, Frau Scharioth, Frau Scheunchen und ich.

Aber was und wie viel sollte eingekauft werden? Die eigene Kalkulation wurde mit der Planungshilfe vom Kirchentagsbüro abgestimmt, die dort vorgeschlagene Brötchenmenge von 1,5 auf 2 erhöht, Äpfel und Joghurt sollten auf jeden Fall dabei sein. Ich übernahm den Einkauf, die Frühstückskasse war mit mehr als 1270 Euro vom Kirchentagsbüro ausgestattet worden. Beide Kühlschränke waren schnell bis zum Rand gefüllt, aber das reichte nur für zwei Tage. Also musste am Freitag und am Sonnabend nachgekauft werden. Die Bäckerei Genc, Königsberger Straße 4, versorgte uns an allen Tagen, sogar am Himmelfahrtstag und am Sonntag, gegen 6.30 Uhr mit leckeren, frisch gebackenen Brötchen und Broten.

Am Vortag stellten wir Tische und Stühle in den Saal, ein paar bunte Servietten schafften eine freundliche Atmosphäre. Etwas aufgeregt, ob auch alles klappen würde, schließlich war das erste Frühstück an einem Feiertag und alle Geschäfte geschlossen, begannen wir um 5.15 Uhr mit den Vorbereitungen. Kaffee und Tee kochen, Marmelade, Nutella, Butter, Milch und Zucker auf den Tischen verteilen, verschiedene Käse- und Wurstsorten wurden auf Platten ausgelegt, Müsli und Corn Flakes, Äpfel und Joghurt kamen dazu. Oh, schon 6.20 Uhr, jetzt aber schnell die Brötchen holen, Frau Hüffmeier und ich fuhren los, 230 Schrippen, 120 gemischte Brötchen und ein paar Brote wurden täglich auf beide Gemeindehäuser gleichmäßig verteilt, in der Parallelstraße wartete man schon auf uns. So gegen 6.45 Uhr waren wir wieder am Ostpreußendamm.

Am ersten Tag kamen die ersten kurz nach, an den nächsten Tagen sogar schon kurz vor sieben. Sie staunten sehr, ob der Vielfalt des Frühstücks. "Macht euch ruhig auch Brötchen für unterwegs, der Tag ist lang!" Früchtetee entwickelte sich wegen der Hitze zum großen Renner, so waren immer zwei Helfer damit beschäftigt, Tee für die Gäste zu kochen und diesen in Flaschen abzufüllen.

Eine muntere Schar, sie waren sehr zufrieden mit diesem Frühstück. Es wurde nicht nur mal eben schnell gefrühstückt, nein, sie saßen gemütlich, unterhielten sich, machten Musik. In anderen Gemeinden soll das Frühstück, wie sie uns erzählten, wohl nicht so großzügig gewesen sein. Die Betreuer berichteten, dass die Jugendlichen in der S-Bahn von diesem Frühstück richtig geschwärmt hätten. "Ich fahre seit 15 Jahren auf Kirchentage, aber so was tolles habe ich bisher noch nicht erlebt!"

Am letzten Tag brachten sie uns drei Flaschen Sekt als kleines Dankeschön zum Abschied mit einer Einladung in das Zisterzienser Kloster Marienstadt im Westerwald. Wir haben uns sehr darüber gefreut, aber ganz besonders über die Postkarte, die wenige Tage später in der Gemeinde eintraf: "Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals ganz herzlich für die freundliche und reichhaltige Bewirtung während der Tage des ÖKT bei Ihnen bedanken und Ihnen weiterhin alles Gute wünschen", hieß es darin.
Man wird den Kirchentag 2003 in Berlin und unsere Gemeinde bestimmt in guter Erinnerung behalten.

Danke an alle, die dazu beigetragen haben,

Sonja Wagner