Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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6.12.2019

Sommerrätsel

von E-Mail


Konrad Vogt
 

Giesensdorfer Schule um 1934
 

Der junge Konrad Vogt
 

Die alte Dorfkirche Giesensdorf als Weihnachtsdekoration im Schaufenster der Fleischerei Vogt im Jahre 1934

Dieses Rätsel wurde recht schnell geknackt. Schon einige Tage nach Erscheinen der Schlüssel-Doppelnummer Juli/August bekam ich einen Anruf von unserer Küsterin: "Ruf doch mal den Herrn Vogt an, der weiß die Antwort zum Sommerrätsel". Das tat ich dann auch und erhielt umgehend von Herrn Vogt Informationen über das alte Häuschen auf dem Foto. Es gab aber so viel zu notieren, dass ich nicht nachkam. Ich bat um einen Besuch bei ihm, um alles in Ruhe aufzuschreiben "Passt es Ihnen jetzt gleich?" fragte mich Herr Vogt.

Warum nicht? Ich nahm mein Schreibzeug und meinen Fotoapparat und fuhr zum Ostpreußendamm 69. Dort angekommen fand ich einen Parkplatz direkt vor dem Seidenmalereigeschäft Sanju. Die Inhaberin Frau Kienast, die vor ihrem Laden stand und mich auch kannte, wunderte sich ein wenig über diesen Besuch. War doch mit ihrer Schlüssel-Anzeige alles geregelt.

"Ich will nicht zu Ihnen! Wo wohnt denn Herr Vogt?" entgegnete ich ihr. "Das ist mein Vermieter, der wohnt hier, Sie müssen aber über den Hof." Sie zeigte mir den Weg und ich erklärte ihr den Anlass meines Besuchs. "Ich hoffe Sie haben viel Zeit mitgebracht" rief sie mir noch nach.
Die hatte ich, und ich erfuhr vieles in der guten Stunde bei den Vogts.

Nun erstmal das Häuschen. Es stand dort, wo sich heute der Pausenhof der Giesensdorfer Grundschule befindet. Aufgenommen sein muss dieses Foto gleich nach 1945. Der Teil links ist ein ehemaliges Klassenzimmer der Grundschule. Links im Anschluss (nicht auf dem Foto) steht unser Giesensdorfer Gemeindehaus. Die Stufen ganz rechts führten zur Wohnung von Frau Reis, die Tochter von Philipp Reis, der das Telefon erfand. Sie verbrachte dort ihre letzten Lebensjahre.

Ein Foto der Schule aus den dreißiger Jahren fand Herr Vogt dann in der Giesensdorfer Chronik. Als Alt-Giesensdorfer besaß er nicht nur dieses Werk, sondern auch die Festschrift zum 125. Geburtstag der Giesensdorfer Grundschule.
Der kleine Küchentisch war schnell gefüllt mit Material. Dann verschwand Herr Vogt im Keller und brachte kurz darauf einige Fotoalben. Als dann das eine oder andere Bild nicht gefunden wurde, verschwand auch Frau Vogt im Keller und holte Nachschub,

Beim Stöbern durch die vielen Alben kamen wir natürlich auch auf die Vergangenheit von Konrad Vogt zu sprechen.

Er betrieb die Fleischerei Vogt (jetzt Seidenmalerei Sanju) in dritter Generation bis 1969. Viele Erinnerungen wurden wach und ich kam mit dem Schreiben gar nicht mehr nach.

Es war ein schöner Nachmittag im Hause Vogt und im Kiez von Giesensdorf.

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