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19.1.2019

Bischof Dr. Wolfgang Huber kritisiert religiös begründete Machtpolitik von Bush

Berlin (epd)

Mahnwache!
am Samstag, 1.3.2003 von 11.00-11.30 Uhr vor der Petruskirche

Unsere Mahnwache vor der Petruskirche am Samstag, 1.3.2003 wollen wir dieses mal wieder im Blick auf den drohenden Krieg im Irak halten und laden deshalb nochmal besonders ein, uns eine halbe Stunde dabei zu unterstützen!

Wer kann und möchte, ist außerdem von 10.30-11.00 Uhr zur Kurzandacht in der Petruskirche ebenfalls herzlich eingeladen.

Anne und Peter Goerke

Im Streit um das Vorgehen der US-Regierung im Irak-Konflikt hat der Berliner evangelische Bischof Wolfgang Huber vor einer religiös motivierten Machtpolitik gewarnt. Es liege ihm fern, die persönliche Frömmigkeit von US-Präsident Georg W. Bush in Zweifel zu ziehen.
"Aber in der Art und Weise, in der er Elemente des christlichen Glaubens zur Rechtfertigung seiner Politik verwendet, ist er schlecht beraten", sagte Huber gegenüber der "Berliner Zeitung" (Ausgabe vom 13. Februar).

Nachdrücklich wandte er sich auch dagegen, Kritik an der US-amerikanischen Politik mit Anti-Amerikanismus gleichzusetzen. Wer gegen einen drohenden Irak-Krieg auf die Straße gehe, "demonstriert doch nicht gegen Amerika", betonte der Bischof. Er habe nirgendwo schärfere Kritik am gegenwärtigen Kurs der Bush-Regierung gehört als in den USA selbst.

Zur Kritik an der Bundesregierung und ihrer Politik im Irak-Konflikt sagte Huber, es brauche sich doch niemand dafür zu schämen, wenn Deutschland in der Welt dadurch auffalle, "dass seine Regierung, seine Bevölkerung und seine Kirchen besonders deutlich für den Frieden und gegen die Anwendung militärischer Gewalt auftreten".
Nötig sei vielmehr, Abschied von den Vorstellung von einem gerechten Krieg zu nehmen. "Die Anwendung von Gewalt gegen Menschen ist niemals gerecht", betonte der Bischof. Das gelte auch, wenn sie um einer vermeintlich gerechten Sache willen geschieht.

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