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16.7.2018

Der 8. Mai 1945 - 2003
Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V.

von Klaus Leutner und Annette Pohlke

Am 8. Mai 2001, als erstmals eine Gedenkveranstaltung an der "Säule der Gefangenen" begangen wurde, drückte einer unserer Festredner, der Schüler Tobias Erle, aus, dass vielen seiner Altergenossen der 8. Mai nicht besonders viel bedeutet. Dabei hat der Tag, an dem der blutigste aller Kriege, von Deutschland geplant und auch ausgehend, für die Völker Europas mit der bedingungslosen Kapitulation Hitlerdeutschlands zu Ende war, es mehr als verdient erinnert und als freudiges Ereignis gefeiert zu werden. Allerdings gibt es Wermutstropfen in dieser Festfreude, so die Frage, warum wir es nicht selbst vermocht haben, uns von einer als falsch erkannten Diktatur zu befreien. Oder empfanden zu viele Deutsche dieses Terrorregime nicht als falsch? Entweder kamen deutsche Versuche, sich dieses Zwangssystems zu entledigen, zu spät, oder sie hatten keine nachhaltige Wirkung. Um so dankbarer sollten wir der alliierten Soldaten und Widerstandkämpfer in ganz Europa gedenken, die es uns Deutschen durch das millionenfache Opfer ihres Lebens ermöglicht haben, unser heutiges Leben mit all seinen Ecken und Kanten so zu gestalten, wie wir es wollen, ohne uns als Herrenmenschen über andere Völker zu erheben.

Wenn es heute wieder Menschen gibt, die diesem Herrenmenschentum immer noch nachzutrauern scheinen – denn wie anders ist die Parole "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein" denn sonst zu verstehen? – unterstreicht dies die Notwendigkeit des Erinnerns. Wir sollten in dem gemeinsamen europäischen Haus nicht hochmütig sein, sondern uns darüber freuen, dass wir heute den Völkern, die damals gegen Hitlerdeutschland kämpften, freundschaftlich verbunden sind und heute am 8. Mai mit ihnen gemeinsam des Endes jenes schrecklichen Abschnittes in der deutschen Geschichte gedenken können.

Wie in den Jahren zuvor möchten wir deshalb Überlebende des KZ-Außenlagers Lichterfelde einladen, um mit uns gemeinsam am 8. Mai an der "Säule der Gefangenen" zu gedenken. All denjenigen, die dies in den vergangenen Jahren durch ihre Spenden möglich gemacht haben, möchten wir noch einmal herzlich danken. Dazu zählen unsere Bürger mit ihren kleinen und großen Geldspenden, wie auch die evangelische Johann-Sebastian-Bach-Gemeinde, die Petrus-Giesensdorf-Gemeinde und die katholische Gemeinde "Heilige Familie" in Lichterfelde im Einzugsbereich des ehemaligen Außenlagers, aber auch die Firma Krone, die ihren Firmensitz in unserem Bezirk hat. Gerade diese privaten Spenden, getragen von so vielen Menschen guten Willens, haben unsere Gäste sehr beeindruckt.

Bitte helfen Sie uns auch dieses Jahr wieder, die noch reisefähigen unter den ehemaligen Häftlingen einzuladen. Dabei sind wir auf Geldspenden, aber auch auf tatkräftige Unterstützung angewiesen. Nicht zuletzt freuen wir uns auch ganz besonders, wenn Sie die Arbeit unseres Vereins durch eine Mitgliedschaft langfristig unterstützen. Neben der alljährlichen Ausrichtung der Gedenkfeier arbeitet unser Verein regelmäßig mit Schulen zusammen und erforscht aktiv die Geschichte des Lagers. Auch diese Arbeit ist nur durch unsere Mitglieder und Gönner möglich.

Wenn Sie uns helfen wollen, erreichen Sie uns unter der Anschrift:

Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V.
Postfach 41 10 42
12169 Berlin

Oder per E-Mail an:
E-Mail 

Homepage:
 www.committed.to/kzlichterfelde

Spendenkonto:
Initiative KZ-Außenlager e.V.
Bank für Sozialwirtschaft AG
BLZ: 100 205 00
Konto-Nr.: 300 37 00

Spenden an die Initiative sind als gemeinnützig steuerabzugsfähig.

Wir freuen uns außerdem jetzt schon, Sie am 8. Mai an der "Säule der Gefangenen" begrüßen zu dürfen. Das genaue Program werden wir baldmöglichst bekannt geben.

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