Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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19.9.2019

Ihr sollt ein Segen sein
Ökumenischer Kirchentag, 28. Mai - 1. Juni 2003, Berlin

Die Verbindung von persönlicher Frömmigkeit und Weltverantwortung prägte von Beginn an den Deutschen Evangelischen Kirchentag. Seit 1949 ergeht die "Einladung an jeden und jede", zu den Kirchentagen zu kommen. In den vergangenen Jahren sind dieser Einladung jeweils über 100.000 Menschen gefolgt. Zum großen Teil sind die Besucherinnen und Besucher jünger als 30 Jahre, viele darunter Schüler, Schülerinnen und Studierende. Etwa die Hälfte kommt jeweils zum ersten Mal, für die übrigen ist es bereits ihr zweiter, dritter oder vierter Kirchentag.

Von "evangelischer Zeitansage" über "Fest und Manifest des Protestantismus" bis hin zu "Experimentierfeld der Kirche" reichen die Schlagworte, die den Kirchentag zu beschreiben suchen. Dabei hat er immer wieder, in Ost und West, Einfluss auf Entwicklungen in Kirche und Staat genommen. So gingen Friedens- und Ökologiediskussionen ebenso von Kirchentagen aus wie die Idee eines "Konzils für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung". Wer schon einmal einen Kirchentag erlebt hat, weiß bei allem Ernst der diskutierten Probleme auch um die unbeschwerte und heitere Atmosphäre, die die gastgebende Region bei diesem kirchlichen Großereignis erfüllt. Die Bilder vom Kirchentag in einer Stadt gleichen sich immer wieder. Viele, vor allem junge Menschen, stehen dicht gedrängt vor U-Bahnen und an Bushaltestellen. Doch sie sehen nicht mürrisch oder genervt aus. Statt zu schimpfen, fangen einige zu singen an. "Das ist einmalig, wie fröhlich die Kirchentagsleute sind, und wie diese Fröhlichkeit ausstrahlt", kann man häufig hören.

Möge dieser Kirchentag in Berlin auch dieser Stadt, ihren Menschen und Besuchern heitere, fröhliche und erfahrungsreiche Tage bescheren.

Ihr Michael Busch





Zum ersten Mal veranstalten das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Deutsche Evangelische Kirchentag miteinander einen ökumenischen Kirchentag. Mehr als 100.000 Besucher aus allen Teilen der Welt werden zu diesem Großereignis erwartet.

Ihr sollt ein Segen sein heißt das Leitwort für die gemeinsamen Tage. Die Zusage Gottes, dass wir Gesegnete sind, gilt allen Menschen. Aus ihr erwächst die Aufgabe, anderen zum Segen zu werden.

Vier Themenbereiche gliedern das Programm:

Neben einem Themenbereich «Glauben bezeugen – im Dialog leben», der theologischen Fragen und dem Gespräch mit anderen Religionen gewidmet ist, werden Themen von Ökumene und kirchlicher Gemeinschaft in einem zweiten Bereich «Einheit suchen – in Vielfalt einander begegnen» erörtert.

Im dritten Themenbereich «Menschenwürde achten – die Freiheit wahren» kommen unter anderem Gentechnik und Biomedizin, aber auch Fragen persönlicher Lebensgestaltung und zwischenmenschlichen Zusammenlebens zur Sprache.

Der vierte Themenbereich «Welt gestalten – in Verantwortung handeln» rückt Fragen von Gesellschaft und Politik, in Deutschland, Europa und in internationalen Zusammenhängen, in den Mittelpunkt.

Zum Kirchentagserlebnis gehören Gottesdienste und Feste genauso wie Bibelarbeiten, Musik, Theater, Kunst und Kultur und spirituelle Erfahrungen: neue Menschen kennen lernen, neue Gedanken und Erfahrungen gewinnen – von morgens früh bis spät in die Nacht.

Es wird also eine Fülle von Möglichkeiten geben, miteinander über den Glauben zu sprechen, nach der gemeinsamen Verantwortung für unsere Welt zu fragen, und wichtige Schritte auf dem Weg zur Einheit der Christen zu gehen.
Der Kirchentag wird mit einem ökumenischen Gottesdienst in Berlin Mitte eröffnet. Direkt an die Eröffnung schließt sich der "Abend der Begegnung" an – ein Straßenfest, das "Unter den Linden", zwischen Brandenburger Tor und Lustgarten, stattfindet. Auf über 16 Bühnen finden Veranstaltungen statt und auch zwischen den Ständen, an denen Berliner und Brandenburger Gruppen zum Essen oder Spielen einladen, wird es immer wieder kleinere Darbietungen geben.

Die Berliner Kirchengemeinden wollen sich an diesen fünf und Festtagen als gute Gastgeber erweisen. Auch unsere Gemeinde Petrus-Giesendorf möchte ihren Beitrag zum Gelingen dieses Kirchentages leisten. Und so werden vor allem Privatquartiere ("Bett und Frühstück"), insbesondere für ältere Kirchentagsgäste gesucht, während die jüngeren Besucher und die Gruppen in Gemeinschaftsquartieren und Schulen beherbert werden.
Unsere Gemeinde wird für die Betreuung von zwei Schulen zuständig sein und deshalb bitten wir auch hierfür dringend um Unterstützung.
Wer helfen möchte oder weitere Informationen wünscht, wende sich an das E-Mail  an E-Mail  (siehe auch Adressen.) oder im Internet unter:  www.oekt.de.

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