ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > Dezember 2002

22.7.2019

Fritz Becker wird 80

von Gisela Meyer

Die Stiftung für Bildhauerei
lädt zur Eröffnung der Ausstellung
 
»Erzählungnen«
Fritz Becker – zum Achtzigsten
 
am Sonntag, dem 1. Dezember 2002
um 11.30 Uhr in die Studiogalerie ein.
 
Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan
Es spielt Heiner Ranke, Saxophon
Ausstellungsdauer:
1. Dezember 2002 bis 19. Januar 2003
Öffnungszeiten: Di-So 10.00-20.00 Uhr
 
Stiftung für Bildhauerei – Studiogalerie
Sensburger Allee 26 – 14055 Berlin
Tel. 030/30 81 22 77 – Fax 030/30 81 22 76
E-Mail

Man kann es sich kaum vorstellen, daß er 80 wird, wenn man ihn trifft, ein Mensch voller Tatendrang und positiver Energie.

Der Bildhauer Fritz Becker, am 26.12.1922 in Berlin geboren, machte eine Feinmechanikerlehre, musste dann in den Krieg an die Front, kam 3 Jahre in Gefangenschaft, ehe er als Steinmetz-Volontär bei Philipp Holzmann anfing.
Danach studierte er Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste und schloss noch eine Ausbildung zum Techniker an der Gauß-Schule ab. Im Jahre 1953 fing er an, sich in der Giesensdorfer Straße ein ungewöhnliches Wohnhaus zu bauen, ein Haus, das mir schon immer auffiel.

Aber erst bei unseren Planungen zur 700 Jahrfeier von Giesensdorf lernte ich Herrn Becker kennen. Er kam mit der Idee auf uns zu, kostenlos eine Plakette zu entwerfen und herzustellen, die wir gegen eine Spende abgeben konnten, um so ein Anfangskapital für das Jubiläumsfest zu bekommen. Längst vergriffen ist diese wunderschöne, doppelseitige Plakette, die sogar im Katalog der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst von 1999 abgebildet ist.

Aber auch sonst ist Herr Becker durch seine Arbeit der Gemeinde schon lange verbunden: Taufstein, Altarkreuz und Leuchter unserer 1955 wieder aufgebauten Kirche sind von ihm gefertigt und der Gedenkstein an der Giebelseite der Kirche für die Opfer des 2. Weltkrieges. Erst unlängst ist die Informationstafel am Giesensdorfer Gemeindehaus in seiner Werkstatt entstanden.
Viele Werke Fritz Beckers aus unterschiedlichsten Materialien sind im Stadtgebiet Berlins zu finden, eine Aufzählung würde hier zu weit führen. Aber anlässlich seines "Achtzigsten" findet in der Studiogalerie der Stiftung für Bildhauerei eine Ausstellung statt.

Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen für die kommenden Jahre.

Von oben: 1 Selbstbildnis. o.J. (1990); Eisen, einseitig, 70 mm; Bild- und Feingießerei Zimmer, Hermannsburg
2 und 3 Vorder- und Rückseite 700 Jahre Giesensdorf. 1999 Messing, 87 mm Bild- und Feingießerei Zimmer, Hermannsburg
Anm.: Das südlich Berlin gelegene Giesensdorf, heute ein Ortsteil von Lichterfelde, wurde erstmals 1299 in einer Urkunde, einem Pfändungsbescheid erwähnt, in dem der Markgraf Hermann die Siedlung Ghiselbrechtstorp zusammen mit anderen Siedlungen und der Stadt Teltow als Pfand für 300 geliehene Taler dem Bischof von Brandenburg überläßt.