ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

Holzkirche Gemeindezentrum Celsiusstraße Gemeindehaus Ostpreußendamm
Petruskirche Gemeindehaus Parallelstraße Dorfkirche Giesensdorf

ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > Oktober 2002

19.9.2018

Umbau Gemeindehaus Parallelstraße 29a

von Dipl.-Ing. Frank Goller

Bereits im Oktober 2001 wurde ein Artikel über das Planungskonzept zum Umbau des Gemeindehauses veröffentlicht. Im folgenden sollen in aller Kürze einzelne Ausschnitte aus dem Baugeschehen dargestellt werden.

Nachdem der Bauantrag für den Umbau, Ausbau des Dachgeschosses, Modernisierung und Instandsetzung des Gemeindehauses im Juli 2001 eingereicht worden war, erteilte die Bauaufsicht im April 2002 die Baugenehmigung zum Umbau des Gemeindehauses einschließlich dem Ausbau des Dachgeschosses.

Die Einholung, Prüfung und Auswertung von Firmenangeboten waren in Erwartung der Baugenehmigung bereits Ende 2001 abgeschlossen. Auch die Firmenverhandlungen über die Auftragsvergaben hatten bereits im Januar 2002 stattgefunden. Die ersten Aufträge wurden Anfang Februar erteilt.

Der Beginn der Arbeiten wie z.B. Entrümpelung, Abrissarbeiten oder ähnlichem konnte nach Abstimmung mit der Bauaufsicht vorab bereits Ende Februar begonnen werden. Für den vorgezogenen Baubeginn erteilte der Sachbearbeiter der Bauaufsicht seine Zustimmung. Diese Zustimmung war verbunden mit einer verlässlichen mündlichen Zusicherung auf einen positiven Genehmigungsbescheid.
Es galt nämlich den Bereich Hänsel & Gretel vorab fertig zu stellen, da dieser aus dem Pfarrhaus in der Kiesstrasse ausziehen sollte. Der Umzug von Hänsel & Gretel fand im April 2002 statt.

Nach Eingang der Baugenehmigung im April konnte mit den konstruktiven Veränderungen z.B. dem Einbau der Fundamente, des Aufzugsschachtes und der neuen Zwischendecke im Saal begonnen werden.

Anfang Mai wurde bei Durchbrucharbeiten im Saal in einer tragenden Wand eine Rosette mit ursprünglicher Bemalung entdeckt. Aus der Lage der Rosette genau gegenüber von einem runden Oberlicht, konnte geschlossen werden, dass weitere Rosetten entsprechend den Oberlichtern vorhanden sein mussten. Diese Vermutung wurde durch Fotos aus dem Jahre 1929, die anlässlich der Eröffnung des Gemeindehauses in einer Fachzeitschrift veröffentlicht worden waren, bestärkt. In der Folge wurden insgesamt 5 Rosetten mit einer gut erhaltenen historischen Bemalung freigelegt und gesichert.

Im gleichen Monat musste in der Decke zum Dachgeschoss der Befall von Echtem Hausschwamm festgestellt werden. Vor der Beseitigung waren sorgfältige Untersuchungen über den genauen Umfang des Befalls erforderlich. Unter entsprechenden Vorkehrungen wurden die befallenen Bereiche saniert.
Beide Maßnahmen – die Rosetten (positiv) und der Hausschwammbefall (negativ) – waren in dem ohnehin von Anfang an knappen Kostenrahmen nicht vorgesehen.
Die Kostenkontrolle sollte daher ab sofort eine der bestimmenden Aufgaben des Architekten in der weiteren Ausführung sein. Es folgte eine enge Abstimmung mit den Gemeindevertretern über den Standard der weiteren Ausführungen.

Die überwiegende Ausrichtung der Gemeinderäume liegt nach Norden. Dadurch war die Bemusterung der Leuchten und deren Leistung eminent wichtig. Es folgten diverse Musterleuchten und Kostenangebote bis die entsprechenden Leuchten, die den Räumlichkeiten und auch dem Kostenrahmen entsprechen, gefunden wurden.
Als das schwierigste Thema aber sollte sich die Auswahl der Farben herausstellen. Die vorgeschlagenen Farbmuster führten zu den verschiedensten Reaktionen. Zudem war in der Baugenehmigung die Abstimmung mit der Denkmalpflegebehörde gefordert. Aus der Vielzahl der Meinungen wurde ein schlüssiges Farbkonzept entwickelt, dass sich wie ein roter Faden durch den gesamten Gemeindebereich zieht.

Am Mittwoch dem 11. September 2002 fand dann die Bauabnahme für den Bereich der Gemeindenutzung statt. Der Aufzug musste von der Abnahme ausgenommen werden, da bisher heute kein Anschluss für die Notrufleitung seitens der Telekom vorliegt. Der Ausbau des Dachgeschosses war von der Abnahme ausgenommen, da die Gemeinde weiter auf der Suche nach einem engagierten Nutzer für die wunderschönen Räume im Dachboden ist.

Am Dienstag dem 17. September hat der Miniclub seinen Betrieb aufgenommen. Die übrigen Nutzer können folgen.

Ich hoffe das Gemeindehaus wird nach dem Umbau nun wieder und vielleicht vermehrt vielen Menschen als Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten dienen.
Ohne die offizielle Übergabe vorweg nehmen zu wollen, gilt mein Dank der Gemeinde und insbesondere den Gemeindevertretern der Immobilien AG, die sehr engagiert und konstruktiv an gemeinsamen Lösungen mitgearbeitet haben.
Daneben gilt mein Dank auch allen Handwerkern, die ebenfalls engagiert die Dinge umgesetzt haben, die sich andere überlegt hatten oder an deren Entwicklung sie im Detail auch beteiligt waren.

zum Seitenanfang

Lesen Sie zu diesem Thema auch: