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24.5.2019

Rolltücher, Sängerstadt und "fürstliches" Drehna
Zwei Beiträge zum Ausflug nach Finsterwalde

von E-Mail und Liselotte Studinger

Liebe Leserinnen und Leser!
Es ist nicht gerade als würde die Redaktion mit Beiträgen aus der Gemeinde nur so überschüttetet werden.
Nun ist es aber passiert. Ein Ausflug und gleich zwei Beiträge dazu. Um es nun beiden Autoren recht zu machen, veröffentlichen wir Ausschnitte aus beiden Texten und wünschen viel Spaß beim Lesen.

Der Ausflug in die Sängerstadt Finsterwalde am 3. August war ein absoluter Erfolg. Und das nicht nur wegen des schönen Wetters.
Im Heimatmuseum der Stadt zeigte Gisela Meyer in ihrer Ausstellung die verschiedensten Rolltücher aus den letzten 2 Jahrhunderten. Interessant waren die vielen eingewebten Motive auf den Tüchern. Zu erkennen waren fleißige Hausfrauen beim Bügeln, Wäsche aufhängen und legen. Kinder, Puppen, Heinzelmännchen und Haustiere fanden sich auch auf den 2 Meter langen und 80 cm breiten Tüchern. Sprüche über Fleiß und Lob konnte man in mehreren Variationen lesen. Die Ausstellung zeigte aber nicht nur Rolltücher, sondern auch die vielen Utensilien von einem Mangelbrett Handrolle bis zu einer liebevoll nachgebauten Holzmangel.

Gut aufgegliedert und übersichtlich war diese Ausstellung. Für diese Professionalität wollte Gisela Meyer aber kein Lob entgegennehmen, sondern verwies auf ihren Ehemann, Bernd. "Viele Museumsbesuche hat er unternommen um zu sehen wie die anderen das machen!" Alle Achtung, Bernd.

Reiner Kolodziej

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Im Anschluss haben wir noch in dem dortigen Museum einen großen "Tante Emma Laden" angesehen, der früher ein umfangreiches Warenangebot beinhaltete. Da waren Wandregale und Schubladen bis unter die Decke, Kisten und Fässer für alle erdenklichen Haushaltswaren einschließlich Lampenöl usw. Der gesamte Raum vermittelte eine ganz gemütliche Atmosphäre.

In dem Museum standen auch "Die Sänger von Finsterwalde", drei Figuren in Lebensgröße. Mit diesem Namen sind die Männer in die Geschichte von Finsterwalde eingegangen und stehen auch als Bronze-Statuen auf dem Platz vor der Sparkasse. Zu bemerken wäre da noch, dass dieses Lied "Wir sind die Sänger von Finsterwalde ..." gar nicht in Finsterwalde entstanden ist, sondern in Berlin. Dieses Gesangstrio hat dann das zum Gassenhauer gewordene Lied zu ihrem Standardvortrag gemacht. Vielleicht war das so ähnlich wie bei den Comedian Harmonists, die einem unwillkürlich in den Sinn kommen, wenn man hört: "Mein kleiner, grüner Kaktus ..."

Nach einem deftigen Mittagessen fuhren wir dann weiter nach Fürstlich Drehna, wo ein altertümliches Wasserschloss in einem sehr schönen, wahrscheinlich von Lenné angelegten Park zu besichtigen war.

Das Schloss konnte übrigens für 1,- Euro erworben werden. Es fand sich aber in unserer Gruppe kein Interessent. Nach einer Kaffeepause machten wir einen Spaziergang durch den Park, bei dem wir die uralten Linden und Eichen bestaunten und warfen noch einen Blick in den Wassergraben rund ums Schloss, in dem Riesenkarpfen schwammen.

Schließlich traten wir die Heimfahrt an und erreichten gegen 19 Uhr, wie vorgesehen, die Petruskirche in Lichterfelde.
Damit ging ein schöner und interessanter Tag zu Ende.

Liselotte Studinger