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ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > September 2002 |
19.5.2012 |
Wer von Ihnen aus dem Gemeindeteil Giesensdorf kommt, hat ihn vielleicht noch im Ohr, diesen etwas scheppernden Klang. Jeden Abend pünktlich 18.00 h waren sie zu hören und natürlich auch sonntags vor dem Gottesdienst, die Glocken aus der Giesensdorfer Dorfkirche.Doch seit mehr als 10 Jahren nun schweigen diese Glocken schon, was war passiert? Die eine Glocke wurde 1686 für Giesensdorf vom Glockengießer Heinze gegossen, die andere kam 100 Jahre später 1786 in den Glockenturm der Dorfkirche. Die Glocken riefen sicher nicht nur zum Gottesdienst, sondern läuteten auch zu profanen Zwecken. Sie verrichteten ihren Dienst bis die alte Dorfkirche im Krieg zerstört wurde, die beiden Glocken konnten geborgen werden. Später bei der Renovierung des Gemeindehauses Ende der fünfziger Jahre hat man sie frei auf dem Rest des Turmes des Gemeindehaus am Ostpreußendamm in einer Stahlkonstruktion aufgehängt. Die Konstruktion bedingte, dass sie nicht schwingen konnten, sondern sich am gebogenen Joch im Schwerpunkt drehten, was ihnen diesen besonderen Klang gab. Leider stellte sich mit den Jahren heraus, dass der Turm nicht dafür ausgerichtet war, den Schwingungen stand zu halten, die Glocken mussten schweigen. In den letzten Jahren, wohl auch bedingt durch den starken Verkehr am Ostpreußendamm, hat die gesamte Konstruktion stark gelitten und die Gemeinde muss alles sanieren. Dazu müssen die Glocken heruntergenommen werden. Die Kosten für die Sanierung betragen etwa 25.000 Euro. Der Haushaltsausschuss des Kirchenkreises Steglitz hat zwar einen Zuschuss in Höhe von 80 %, also etwa 20.000 Euro bewilligt, aber die restlichen 20% also etwa 5.000 Euro muss die Gemeinde aufbringen. Doch leider klafft da in unserer Gemeindekasse noch ein großes Loch von etwa 2.500 Euro. Sonja Wagner
Unser Gemeindekonto:
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