ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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19.1.2019

Nachgedacht: Quellwasser
Zum Monatsspruch für Juni

von Petra C. Harring

Von Bergtouren oder auch Spaziergängen in der Natur kommt manch einer wie geheilt zurück: Es ist, als ob Gott einem beim Gehen unter freiem Himmel den Blick weitet und als ob die Natur Gleichnisse für das eigene Leben bereithält.

Ob der Prophet und Hirte Amos, der sicher so manche Quelle für seine Tiere kannte, wohl gerade am Wasser saß, als er Gottes Stimme hörte: "Das Recht ströme wie Wasser"? Ob er nach einem langen Weg erst einmal rasten und am Brunnen vom eiskalten Wasser trinken wollte?

Quellwasser – da ist jeder Schluck ein wahrer Genuss: Rein ist es, erfrischend und klar. Und es scheint nie zu versiegen, wie es endlos lang und endlos kühl über Arme, Puls und Hände läuft. Merkt Amos es hier am Wasser: Gott sorgt sich darum, wie wir Menschen leben?

Wenn Menschen gut und in Frieden zusammenleben wollen, dann ist Recht kein Luxusartikel, sondern lebensnotwendig für alle: Recht ist klar – es klärt die Streitfälle des Lebens.

Recht ist so lebensnotwendig wie das Wasser, und Gott sorgt sich darum, dass wir Menschen das Recht, diesen Urquell des Zusammenlebens, bewahren: Denn Gott sehnt sich danach, dass jeder frei von Furcht, in Frieden und Gerechtigkeit leben kann.

Eine Sehnsucht, die Jesus teilt: "Selig sind, die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit", sagt er einmal, "denn sie sollen satt werden" – eine belebende Aussicht!

Petra C. Harring