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ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf > Gemeindebrief > Archiv > Mai 2002 |
19.5.2012 |
Früher endete mit 14 Jahren die Schule – für die meisten. Danach kam die Lehre. Arbeit. Das machte erwachsen – mehr oder weniger. Und wenige nur schafften das Einjährige, kaum jemand das Abitur. Heute sind alle noch Schüler mit 14, und sie bleiben es noch einige Jahre. Arbeit mit 16? Volljährig mit 18... Wann ist man eigentlich erwachsen? In meiner Jugend wurde man erst mit 21 volljährig, durfte wählen, heiraten. Zur Bundeswehr "durfte" man als Junge allerdings schon mit 18, bloß nicht in West-Berlin. Mit 16 darfst du Bier trinken und rauchen, mit 18 den Autoführerschein machen. Bei uns. Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Da darfst du schon mit 16 Autofahren. Aber erst mit 21 Whisky trinken in den meisten Staaten. Machst du es vorher, wanderst du ins Gefängnis. Du bist noch nicht reif für den Alkohol, aber reif für den Knast. Irgendwann werden Jugendliche bekanntlich geschlechtsreif. Das Mädchen reift zur Frau, der Junge zum Mann. Es gibt wohl kein bestimmtes Alter dafür. Aber irgendwann ist es soweit. Was passiert heute, wenn Jugendliche geschlechtsreif werden? Kinder möchte wohl keiner bekommen mit 14 oder 16. Sex haben schon. Nicht immer. Aber immer öfter. Schon bei der Taufe ist es schwierig: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Jesus und seine Jünger haben Erwachsene getauft. Obwohl Jesus gerade für Kinder ein großes Herz hatte. Die Erwachsenen und auch seine Jünger mussten lernen, Platz zu machen für die Kinder. Durch die Kindertaufe erhielten kleine Leute früh ihren Platz in der Kirche, lange bevor sie sich selber entscheiden konnten. Als Jugendliche holen sie diese Entscheidung nach. Konfirmation heißt das bei den Evangelischen, Firmung bei den Katholiken. Manche Eltern lassen es lieber, ihre Söhne und Töchter als Babys zu taufen: "Das sollen die später mal alleine entscheiden." So taufen wir viele in der Konfirmandenzeit oder bei der Konfirmation. Noch einmal: Konfirmiert wirst du mit 14. Dann bist du religionsmündig. Mündig also in der Kirche, in der Gemeinde. Mündig kommt übrigens von Mund. Mündig ist, wer sich in der Runde der Erwachsenen traut, den Mund auf zu machen. Und laut und deutlich sagen kann, was er oder sie zu sagen hat. Ich bin gespannt, wie sie das hinkriegen werden – unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden in diesem Jahr! Lutz Poetter Die Konfirmandinnen und Konfirmanden
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