ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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26.3.2019

Zum Monatsspruch für Februar

von Dirk Kroll

Weit aufgerissene Kinderaugen blickten auf eine brennende Kerze, die inmitten des Raumes stand und der Vater erzählte eine Geschichte dazu. Die Kinder waren gebannt von der Geschichte und gefesselt vom Licht der brennenden Kerze!

Als der Vater mit seiner Geschichte fertig war, bat er die Kinder zu schlafen, und verließ mit der Kerze den Raum. "Du, Papa, lässt du aber bitte noch die Tür einen Spalt weit offen, wenn du gehst?" baten die Kinder ihn, als er ging.

Die Bitte der Kinder spiegelt unseren Wunsch nach Licht wider, dem Wunsch nicht in der Finsternis zu sein, nicht von Ängsten umgeben zu sein.
Gerade auch Gott weiß um uns und um unsere Ängste und Sorgen, die oftmals unser Leben verdunkeln. Und er tritt selbst dieser Dunkelheit entgegen, indem er als ein Licht in unsere Finsternis kommt.

Unser Leben wird dadurch nicht frei von Dunkelheit, doch er gibt uns die Möglichkeit ins Licht zu sehen, uns nicht an der Finsternis fest zu halten, sondern trotz der Dunkelheit etwas vom Licht des Lebens wahrzunehmen, das uns Wärme und Geborgenheit vermittelt und uns so Kraft für unser Leben schenkt!
Es ist unser Leben, in dem oftmals Herzen gebrochen werden, in dem wir oftmals das Licht nicht mehr wahrnehmen, oftmals uns an der Finsternis, an den Selbstsorgen und Zweifeln festhalten und den Blick für das Schöne verlieren.
Wo Licht ist, da ist auch Schatten, doch es ist an uns, ob wir unseren Blick auf die Schatten werfen und ihr unwirkliches Spiel verfolgen, oder ob wir unsere Gedanken dem Licht zuwenden, auch wenn wir es nicht sehen können oder es nur durch einen kleinen Spalt wahrnehmen.

Und wenn die Kinder einschlafen, die Augen schließen, sehen sie zwar nicht mehr das Licht, dass von außen in ihr Zimmer dringt, doch sie wissen darum. Und allein das Wissen darum, dass es ein Licht für sie gibt, schenkt ihnen die Geborgenheit ruhig einzuschlafen.

Ich wünsche auch uns, dass wir etwas von dem Licht wahrnehmen, das Gott zu uns gesandt hat, damit es unsere Finsternis verdrängt und uns nicht allein in der Dunkelheit lässt!

Denn Jesus Christus, der zu uns in die Welt kam spricht: " Ich bin in die Welt gekommen, als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe."

Die Passionszeit beginnt im Februar, in der an den Leidensweg Jesu gedacht wird, an die Dunkelheiten, die er durchlitt, aber jeder Sonntag zu einem Festtag wird, an dem das österliche Licht schon seine Strahlen klar und deutlich erscheinen lässt!