Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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6.12.2019

Grenzen
Ein persönlicher Rückblick auf die letzten drei Jahre GKR

von E-Mail

In einer globalen Weltsicht scheinen die Grenzen unwichtiger zu werden. Dennoch stimmt das nicht. Bereits aus der Kindererziehung wissen wir. dass es mitunter sehr wichtig ist, Grenzen zu setzen. Grenzenloses Leben ist nicht nur positiv. Sich über manche Grenze hinwegzusetzen oder besser sich über eine Grenzen zu trauen, sie in Frage zu stellen, ist für mich eine der Eigenschaften christlichen Lebens.

Insoweit möchte ich eine persönliche Rückschau auf die Menschen des GKR der letzten drei Jahre halten, die niemanden in seine Grenzen verweist, aber dennoch zeigt, wo "Grenz-verletzungen" stattgefunden haben.
Es war die GKR-Periode, in der Petrus und Giesensdorf bereit waren, ihre bisherige innere Grenze aufzugeben, die Fusion lag in dieser Zeit.
Sicherlich kommen die Pfarrer in meiner gedanklichen Rückschau zu kurz; sie mögen mir diese "Grenzziehung" verzeihen.

Als erstes möchte ich Frau Wagner erwähnen, die sehr zielstrebig die Giesensdorfer Grenzen verlassen hat und sich nach Petrus wagte. Für ihren Einsatz beim "Freiräumen" des Gemeindehauses in der Parallelstraße ging es für sie teilweise an die physische und psychische Grenze, sind doch unsere Mitarbeiter unter dem entstandenen Stress nicht immer mit un-serer "generellen Umzugsbeauftragten" zimperlich umgegangen. Dennoch oder gerade deshalb möchte ich mich hier bei ihr bedanken.

Herr Kruse – einer von uns "Oldies" – hat es gewagt, in die Kita-Domäne als Kurator "einzubrechen". Herr Kruse hat die Grenze des Altersunterschieds vorbehaltlos überschritten und damit die anfängliche Skepsis zügig abgebaut. Auch Frau Kumpera darf als Grenzgängerin nach Petrusheim hier erwähnt werden. Ich möchte bei beiden für das Annehmen ihrer neuen Rollen bedanken.

Schwester Liselotte ist für mich ein Paradoxum; hat sie doch bei der Einhaltung bestimmter Grenzen eine andere stets vorbehaltlos überschritten. Hier die Erklärung. Schwester Liselotte hat im GKR nie die Grenzen der guten Laune und des Pflichtbewusstseins verlassen. Eine zeitlang hatte ich den Vorzug mit ihr gemeinsam zu den GKR-Sitzungen zu fahren. Nur leise bekam ich dann mitgeteilt, dass ihre gesundheitliche Verfassung gegen ihr Pflichtbewusstsein stand. In der überwiegenden Zahl dieser Konflikte gewann das Pflichtbewusstsein. Hier überschritt Schwester Liselotte häufig die Grenze der eigentlich notwendigen eigenen Schonung. Noch dazu sie jahrelang die "Versorgungsrolle" für die GKRs wahrnahm, die sich dann in letzter Zeit mit Frau Brade teilte. Für all diese Eindrücke möchte ich mich bei beiden bedanken.

Nicht zuletzt möchte ich mich bei allen nicht einzeln genannten Mitstreitern bedanken. Sie alle haben die Grenzen ihrer Freizeit mit ihrem Engangement für die Themen Petrus-Giesensdorfs neu definiert. Denjenigen, die nun den GKR verlassen, wünsche ich für die Zukunft alles Gute und schließe ihre Familien mit ein.

Zuletzt möchte ich Frau Kolmorgen erwähnen. Wer nicht wie ich manchmal ausgiebige – auch private – Gespräche mit ihr hat führen dürfen, könnte meinen, Frau Kolmorgen ist grenzenlos in ihrem Einsatz für Petrus-Giesensdorf. Es fiel ihr schwer diese Grenze zu finden, auch "nein" zu sagen zu Erwartungen an ihre Person. Nahezu grenzenlos war ihr zeitlicher Einsatz. Sie zeigt stets die Bereitschaft die Grenze dessen, was ihr vertraut war, zu überschreiten: Neues auszuprobieren und anzunehmen war ihr ein Bedürfnis. Dabei hat sie stets die Grenzen der Fairness und der Aufrichtigkeit eingehalten. Ohne Berührungsängste auch vor unangenehmen Situationen und Gesprächen zu sein, zeichnete sie aus. In den gemeindlichen Verwaltungsprozessen kämpfte sie mitunter wie Donna Quichote gegen die Grenzen von wachsenden Ablagen und Archiven. Mit Frau Kolmorgen zusammen den Vorsitz dieser Gemeinde zu führen hat einen großen Teil meiner positiven Erfahrung der letzten drei Jahre ausgemacht, dafür möchte ich ihr Danke sagen.

Ihr und allen anderen wünsche ich Gottes Segen.

Detlef Lutze

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