Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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22.11.2019

20 Jahre Frühstück in der Offenen Kirche

Einladung
 
20 Jahre "Offene Kirche" – 2. Frühstück

 
Besuchen Sie uns und feiern Sie mit uns.
Am Samstag, dem 3. November zum 2. Frühstück in der Zeit von 10 bis 13 Uhr geht der Kaffee, Tee und der Kakao auf Kosten des Hauses.
Seien Sie unser Gast.
 
Die Damen von der Frühstückstheke freuen sich auf Ihren Besuch!

In diesen ersten Novembertagen, genau vor 20 Jahren, fand unser erstes Frühstück in der Petruskirche statt.

Ein Versuch, jeweils an den Markttagen, mittwochs und sonnabends, unseren Gemeindegliedern und auch allen anderen Menschen Gelegenheit zu geben, sich etwas auszuruhen, eine Tasse Kaffee zu trinken und mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen.

Durch Initiative von Pfarrer Rolf Reisert und im Rahmen des Umbaus der Kirche zu einem Kommunikationszentrum und Veranstaltungsort wurde das 2. Frühstück in der Kirche ins Leben gerufen.

Der Gemeindekirchenrat gab die Genehmigung dazu und von der ersten Stunde an engagierten sich Eveline und Günter Lindke in dieser Aufgabe. Ebenso von Anfang an Eva Berger, auch ich und etliche andere, die mir namentlich entfallen sind. Etwas später kamen die Familien Rieger, Jung und alt dazu, Ehepaar Longwitz, Helgard Schäfer, Frau Lindemann und viele andere. Frau Kruyff nicht zu vergessen.

Durch Eveline Lindkes Umsicht und Organisation warb sie immer wieder neue ehrenamtliche Mitarbeiter, so dass sich diese Helfergruppe ständig vergrößerte. Ein Plan hing im Geschirrschrank aus, wo sich jeder Helfer je nach Lust und Zeit eintragen konnte. So funktionierte diese Einrichtung sehr gut. Fiel ein Helfer einmal aus, so sprang Eveline Lindke immer ein, es gab eigentlich nie Engpässe.
Das erste Frühstück begann mit einer Thermoskanne Kaffee und nur 10 Schrippen und fand auch erst nur sonnabends statt. Der Zuspruch wurde immer größer und so kam dann der Mittwoch hinzu. Da Tische fehlten, bauten Pfarrer Gottfried Kraatz und Günter Lindke Tischplatten auf Holzböcken.

Die eine Thermoskanne reichte bald auch nicht mehr aus und so bekamen wir von der Firma Eduscho eine Kaffeemaschine gestellt. Wir mussten den Kaffee natürlich dafür von Eduscho beziehen.

Als Inge Kruyff dazu kam, brachte sie gleich etliches Geschirr mit, da ja noch nicht genügend vorhanden war.

Die erste Ausstellungseröffnung fand während des Frühstücks statt, wurde aber dann wegen der vielen Besucher auf den Abend verlegt.

Viele unserer Gemeindeglieder feierten im Anschluss an das Frühstück ihren Geburtstag in der Offenen Kirche. Etliche Taufgesellschaften blieben nach der Taufe zum Frühstück da, denn Pfarrer Reisert legte gerne Taufen in die Zeit des Frühstücks, damit auch andere Besucher daran teilnehmen konnten.

Eine "Herrenrunde" kam gerne, um an der Theke im Stehen eine Tasse Kaffee zu trinken. Dazu gehörten die Herren Theissen, Bengsch und Pfarrer Reisert.

Mehrere Kinder wurden in dieser Zeit geboren, sie wurden mit dem Kinderwagen ins Kirchenschiff gestellt und die Mütter konnten in Ruhe frühstücken.
Goldene Konfirmationen wurden gefeiert und auch manch Hochzeitsgast trank noch schnell vor der Trauung eine Tasse Kaffee.

Fast jeden Mittwoch fand sich aus der Mariannenstraße eine Behindertengruppe ein und nahm regen Anteil an unserem Leben.

Einige Gemeindeglieder, die mit ihrem Leben nicht ganz zurecht kamen, konnten durch Gespräche mit Helfer oder Pfarrer betreut werden.

Da unsere Petruskirche vor 20 Jahren die erste Kirche in Berlin mit dieser Neugestaltung war, fanden sich auch bald die Medien ein. So kam mehrmals der SFB und befragte Gäste und Helfer, der Deutschlandfunk sowie der Saarländische Rundfunk besuchten uns und wir gabenviele Interviews. Auch in den Zeitungen erschienen des öfteren Artikel über unsere Gemeinde und unsere Aktivitäten.
Ein Besucherrückgang ergab sich im Jahre 1994, als ein Rauchverbot erlassen wurde. Diese Maßnahme hatte den Nachteil, dass viele ehrenamtlichen Helfer aus Solidarität mit den Rauchern ausschieden. Und auch finanziell machte sich diese Maßnahme sehr bemerkbar. Diese rauchfreie Situation brachte neue Helfer und Besucher zum 2. Frühstück.

20 Jahre "Frühstückskirche" und es läuft immer noch!

Mittwoch und Sonnabend von 10-13 Uhr wird die Petruskirche besucht. Dank an fleißige Helferinnen Frau Krieger, Frau Eberhardt, Frau Dreifert und viele andere!

Und so wünschen wir uns alle, dass "unser 2. Frühstück" immer erhalten bleibt und vielen Menschen aus unserer Gemeinde und auch aus anderen Stadtteilen weiterhin ein Ort des Zusammentreffens bleiben wird.

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