Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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24.9.2019

Lebenswerk
Aus der Kita Lindenhof

von Gilka Rohlfs-Haupt

Wer kann das heute noch – zurückblicken auf ein Berufsspanne von genau 20 Jahren – und immer in der gleichen Abteilung. In unsere schnelllebigen Zeit sind oft 5 Jahre in einer Arbeitsstelle schon viel. Wie alles im Leben, so haben beide Arbeitsvarianten ihr Für und Wider. Fördert der oftmalige Wechsel Flexibilität, möglicherweise auch den Erwerb vielfaltiger Fähigkeiten, so schaut der Bleibende auf Langzeitprozesse, auf Entwicklungen zurück, was besonders in der Kinderarbeit spannend sein kann.

Was hat sich alles verändert? Wie bin ich gestartet vor 20 Jahren., wie war es nach 10 Jahren, wie ist es heute? Normen und Werte – in welche Richtung haben sie sich gewandelt? Erziehungsstile – was hat sich da verändert? War die alte Zeit die bessere oder birgt die Jetzt Zeit auch Chancen? Langezeit Pädagogen können gewiss Bücher schreiben. Sie sind Zeitzeugen des Wandels.

Eine dieser Zeuginnen ist Frau Jäde aus der Kita Lindenhof, die nach 20 Jahren. nun in eine andere Abteilung wechselt. 20 Jahre leitete sie die hiesige Vorschule, führte Jahr für Jahr immer andere Kinder zur Schulfähigkeit Das ist eine schöne und befriedigende Aufgabe, aber sie kostet unendlich viel Kraft und tagtäglichen unermüdlichen Einsatz. Und irgend wann muss Schluss sein – das Lebenswerk ist vollendet. Die Kita hat Frau Jäde viel zu verdanken Sie war es, die das Umweltlernen intensivierte, sie kümmerte sich nachhaltig um Religionspädagogik sie war es, die bei Wind und Wetter mit den Kindern durch die Natur stapfte, sie war es, die wunderschöne Vorschul-Reisen machte, Entdecker-Reisen, ... sie war es, ... sie war es, ... sie war es.

Natürlich gab es auch erschöpfte Phasen, wo man am liebsten den Beruf wechseln wollte. Das ist in sozialen Berufen ein ganz normales Phänomen Aber dann setzt sie sich wieder durch – die Liebe. Die Liebe zu den Kindern, zu den Kollegen, zur Einrichtung. Man ist schließlich ein Teil der Institution geworden, ein Teil der Einrichtung ist in einem selbst. Unmerklich ist eine Symbiose entstanden – oder anders – die Langzeitarbeitsstelle ist auch ein Stück Heimat geworden. Dort, wo man hingehört.

Wir danken Frau Jäde für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Treue und wir wünschen ihr, na, sagen wir, fünf harmonische produktive Jahre in einem anderen pädagogischen "Einsatzort".

Gilka Rohlfs-Haupt

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