Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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6.12.2019

Anhalter Bahn

Nach zweijähriger Bearbeitungszeit ist der Planfeststellungsbeschluß für den Neubau der Anhalter Bahn in unserem Abschnitt 2 nun endlich ergangen.

Wie von vielen Anwohnern befürchtet, ist über die bekannte Planung hinaus der zuletzt in der Erörterungsveranstaltung geforderte gesetzliche Schallschutz nicht vorgesehen worden. Kaum eines der vorgebrachten Argumente wurde berücksichtigt.
Das Eisenbahn-Bundesamt ist – ohne die Anwohnerargumente zu berücksichtigen – fast ausschließlich den Argumenten der DB Netz AG gefolgt.

Schlimmer noch: Obwohl die DB Netz AG in ihrem eigenen Gutachten feststellt, dass das ganze Projekt ohne zusätzlichen Schallschutz nicht umweltverträglich ist, stellt das Eisenbahn-Bundesamt im Gegensatz hierzu die Umweltverträglichkeit fest.
Die Argumentation der Bahn, es würde durch den vorgesehenen Verkehr von mehreren hundert Zügen am Tag und in der Nacht rechnerisch gegenüber dem bisherigen Zustand nicht lauter und daher seien die gesetzlichen Schutzvorschriften nicht anzuwenden, empört alle mit einer gesunden Rechtsauffassung versehenen Anwohner zutiefst.

Konsequenterweise haben 15 Direktanlieger an der Bahntrasse einen spezialisierten Anwalt mit der Klageerhebung beim Bundesverwaltungsgericht beauftragt, um für die ungeschützten Streckenbereiche über ein Gerichtsurteil den erforderlichen aktiven Schutz für möglichst viele Anwohner zu erreichen.

Unabhängig hiervon beobachten die Wähler aus unserem Bezirk erwartungsvoll, ob die von den Parteien, dem Bezirksamt und dem Abgeordnetenhaus zugesicherte Unterstützung in dieser Angelegenheit jetzt erfolgt.

ULS / Matil

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