ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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21.5.2019

Kitareise nach Baitz

von Monika Nickel

Baitz, ein kleines Dorf im Fläming, 10 km entfernt von Belzig ist seit vielen Jahren Ziel unserer Kinderreisen.
Fuhren am Anfang die Schulkinder in den Herbstferien dorthin, ist es seit ein paar Jahren auch heißbegehrt für die vier- bis fünfjährigen Kinder unserer Kindertagesstätte. Durch unsere offene Gruppenarbeit ist das kein Problem. Alle vier- bis fünfjährigen Kinder der drei altersgemischten Gruppen werden aufgelistet und können sich entscheiden, ob sie mitfahren wollen. Im vergangenen Jahr waren es 21 Kinder und in diesem Jahr fuhren wir mit 13 Kindern und 3 Betreuerinnen.

Los ging es am Dienstag nach Pfingsten. Aufgeregte Kinder trafen sich mit ihren Eltern an der Bushaltestelle am S-Bahnhof Lichterfelde Ost. Winkende Eltern am Bus und die Fahrt begann. In Wannsee stiegen wir in die Regionalbahn und fuhren bis Baitz. Von dem kleinen Dorfbahnhof folgten wir dem Fußweg ungefähr einen Kilometer lang vorbei an Häusern, Feldern mit Kornblumen bis zum kleinen Dorf Baitz. Gleich am Dorfeingang liegt Bernhardts Tagungshaus, rosafarben mit einer Toreinfahrt umrankt von wildem Wein.

Das Gepäck hatten Eltern zwei Tage vorher mit dem Auto abgeliefert. Wir trugen mit den Kindern die Taschen in die Wohnung und schnell war geklärt, wer mit wem in welchem Zimmer schläft. Anschließend wurden Betten bezogen und die Koffer ausgepackt. Schon wartete das leckere Essen an schön gedeckten Tischen. Danach schauten wir uns unsere nähere Umgebung an. Da gab es Kaninchen und Meerschweinchen zum Anfassen, den Esel Peter, zwei Ferkel und zwei Schafe. Der Bach gleich hinter dem Garten mit einem Steg zum Balancieren und ein Seil zum darüber Schwingen – das war etwas für die Mutigen – es waren fast alle mutig.

Ein Fußballplatz für unsere Fußballer, Sandkästen, Spielgeräte, Grill und eine Feuerstelle. Ganz in der Nähe der Wald. Einfach ein Paradies für Kinder.
Am ersten Abend überredeten uns die Kinder zur Nachtwanderung und so leuchteten wir mit den Taschenlampen im Wald bis um 22 Uhr mit der Sonne, die erst spät unterging, um die Wette.

Die Tage vergingen wie im Flug. Ein Höhepunkt wechselte mit dem nächsten. Traktorfahrt, Reiten auf Mausi, dem Hauspony, Stöcke schnitzen und Stockbrot im Lagerfeuer grillen, Steine suchen, im Wald auf Bäume klettern, im Feld Hasen beobachten und dem Ku-ckuck und der Nachtigall lauschen, Blumen pflücken und Kränze binden, Schatzsuche im Wald. Vier Tage und vier Nächte ohne Mama, ohne Papa. Als die Kinder am Sonnabend in Baitz von den Eltern abgeholt wurden, zeigten sie ihnen voller Stolz alle Plätze, die ihnen jetzt vertraut waren.

Manche Kinder fragten schon, wie lange sie noch schlafen müssen, bis sie wieder nach Baitz fahren können.