ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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27.5.2019

Der GKR berichtet

von Renate Kolmorgen und Detlef Lutze

Detlef Lutze und Renate Kolmorgen Liebe Gemeinde,

im Rückblick auf das Jahr 2000 wollen wir uns an einige Ereignisse in unserem Gemeindeleben erinnern.

Die Fusion vom 9.1.2000 beginnt Ergebnisse und Veränderungen zu zeigen.
Mit großer Offenheit haben sich die Mitarbeiter der nun großen Gemeinde einander zugewandt. Im Januar fand die erste gemeinsame Jahresplanung statt, im März ein GKR-Mitarbeiter-Tag an einem Sonnabend vormittag, ebenso im März hatten Gemeindebeirat und GKR eine gemeinsame Sitzung.

Die regelmäßigen Mitarbeiterbesprechungen in der großen Runde Petrus-Giesensdorf zeigen, dass das gegenseitige Interesse und Verständnis untereinander für die vielschichtigen Probleme im Alltagsleben wächst.

Am einschneidensten werden die strukturellen Veränderungen in unserer Immobiliensituation sichtbar: Der Verkauf des Pfarrhauses Kiesstr./ Langestr. zog sich durch die notariellen Vorgänge in die Länge. Im Juni konnte die Übergabe des Hauses an das Ehepaar Poetter stattfinden. Der Verkaufserlös wird zu gleichen Teilen in den Umbau der beiden Gemeindehäuser fließen.

"Hänsel und Gretel" wird im Einvernehmen mit Poetters bis zum 31.3.2002 die bisherigen Räume gegen ein Entgelt nutzen können.

Eine für die fusionsbedingte Umstrukturierung bestimmte finanzielle Unterstützung der Landeskirche wird in die Umbaumaßnahmen des Gemeindehauses Parallelstraße fließen.
Der Umbau und die Sanierungsarbeiten im Gemeindehaus Ostpreußendamm machen gute Fortschritte. Bereits im Oktober konnte die EKG ihre neuen Räume beziehen. Hier ist die Gemeindeleitung noch bestrebt, wegen der auf Normalmaß reduzierten Fläche Ausgleichsmaßnahmen anzubieten.

Sibylle Mewis und Veronika Weise in der neuen Küsterei

Die Küsterei aus der Kiesstraße ist in das Gebäude am Ostpreußendamm gezogen. Frau Weise und Frau Mewis repräsentieren nun hier gemeinsam das Gemeindebüro von Petrus-Giesensdorf. Frau Mewis steht jedoch zunächst mittwochs zur Zeit der Offenen Kirche von 10-13 Uhr in der Winterkirche oder Sakristei zur Entgegennahme von Küstereianliegen zur Verfügung.

All unseren vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die, in welcher Weise auch immer, während des Umbaus und Umziehens mit dem dafür zusätzlichen Zeit- und Arbeitsaufwand im Gemeindehaus Ostpreußendamm tätig waren und noch weiter sind, sagen wir dafür einen besonderen Dank.

Die Planungen für den Umbau des Gemeindehauses in der Parallelstraße erreichen jetzt ein konkretes Stadium, sind aber noch nicht abgeschlossen. Der Umbau wird voraussichtlich Mitte des Sommers beginnen. Mit den am meisten Betroffenen haben wir persönliche Gespräche geführt, die fortgesetzt werden. Die betroffenen Gruppen wurden über die Mitarbeiter oder über den Gemeindebeirat informiert. Ein Plan für die Unterbringung der Gemeindegruppen dieses Hauses während des Umbaus wird erarbeitet. Das bedeutet, dass das Gemeindehaus am Ostpreußendamm – dann fertiggestellt – Zwischenherberge für einige Arbeitsbereiche und Aktivitäten werden wird.

Das Vorhaben, das Kleingartengelände am Pfarracker / Wienroder Pfad zu verkaufen, stagniert zur Zeit, da das Bezirksamt die Entscheidung zur Bauvoranfrage verschoben hat und das Ziel verfolgt, das Kleingartengelände vom Bauland in Dauerkleingärten umzuwidmen. Totzdem nimmt die Gemeinde die Kündigung der Pachtverträge nicht zurück, verzichtet aber zunächst auf eine Räumung und wird neue Gesprächsansätze mit dem Kleingärtnerverband und den Pächtern suchen. Die vor knapp einem Jahr gegenüber dem Bezirksverband der Kleingärtner vorgelegten umfassenden finanziellen Hilfen von individuellen Entschädigungsleistungen bis hin zu eigentumsstützenden Maßnahmen im Volumen mehrerer Millionen DM sind noch unbeantwortet.

In den Sommerferien wurde, wie angekündigt, die Orgel der Petruskirche von der Orgelbaufirma Uwe Knaak ausgereinigt und neu intoniert. Im Verlauf des letzteren Arbeitsganges stellte sich heraus, dass durch das Neuintonieren zusätzlicher, bis dahin nicht vorgesehener Orgelpfeifen ein wesentlich besseres Ergebnis erzielt werden könnte. Die Durchführung dieses Angebots verursachte höhere Kosten, die allein durch Spenden zu finanzieren sind. So hat sich u.a. "Hänsel und Gretel" mit einer erheblichen Spende neben vielen Anderen daran beteilligt. Dennoch sind weiterhin 4.000,- DM nicht bezahlt. Wir bitten sehr herzlich um  weitere Unterstützung der Orgelreparatur. Allen, die sich durch Spenden an diesem Projekt beteiligt haben und dies noch weiter tun werden, unseren herzlichen Dank dafür. In den Wochen des Herbstes konnten wir durch eine Reihe von Konzerten mit Orgelmusik den neuen Klang unserer Orgel kennenlernen und uns von dem hervorragenden Ergebnis überzeugen.

Einige besondere Gottesdienste des Jahres 2000 möchten wir erwähnen: Am 9.1. wurde der Fusionsgottesdienst mit einer Predigt des Superintendenten und Beteiligung des Chores gefeiert. Am 5.3. galt der Gottesdienst der Feier der goldenen Konfirmation, zu der sich ca. 30 goldene Konfirmanden eingefunden haben. Auch zu diesem Anlaß wirkte der Chor mit. Am 24.9. erlebten wir den Erntedankgottesdienst und die Orgeleinweihung. Der Chor hat zum festlich-musikalischen Rahmen beigetragen. Anschließend stellte Herr Knaak die Neuintonation der Orgel vor, seine Ausführungen wurden mit Orgelmusikproben untermalt.

Die Kinder unserer Gemeinde sind oft eingeladen worden:
Einmal im Monat feiert das Familiengottesdienst-Team mit Groß und Klein, Alt und Jung lebendigen Familiengottesdienst. Zweimal wurden Kinder-Bibeltage veranstaltet: Im Gemeindehaus am Ostpreußendamm mit einer Geschichte von Petrus, im Juli im Gemeinde-haus Parallelstraße mit der Tobias-Geschichte. Die Kinderbibeltage endeten jeweils mit dem Familiengottesdienst.

Außerdem fand im April, Mai, Juni und Dezember im Gemeindehaus Ostpreußendamm jeweils eine "Kinderkirche" von 15 – 17.30 Uhr statt. In der Kinderkirche hören die Kinder eine biblische Geschichte und stellen mit Basteln und Malen das dar, was sie kennengelernt haben. Wir freuen uns über alle, die zu diesen verschiedenen Angeboten kommen.

Natürlich haben wir in unserer Gemeinde auch gemeinsam gefeiert:
Im Gemeindehaus in der Parallelstraße bedankte sich die Gemeindeleitung im Juli bei den viele ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern mit einem Grillfest. Leider war das Wetter so kühl, dass man den Abend nicht im Freien sitzend verbringen konnte. Aber die gute Laune der Anwesenden wurde dadurch nicht getrübt. Eine schöne Überraschung bereiteten uns die Nachkonfis Herrn Bramböcks, die für uns 2 Einakter aufführten.
Das sonst übliche Maifest der Kulturgruppe wurde als Herbstfest am 22. September nachgeholt.
Der  Martinsumzug am 11.11. ist bei Jung und Alt so beliebt geworden, dass er sich zu einem besinnlich-fröhlichen Gemeindetreffen entwickelt hat und Tradition erlangt.
Zur "Helferweihnacht" am 14.12. trafen sich viele im Gemeindegeschehen tätige Menschen. Sie erlebten trotz der Baumaßnahmen rundherum eine stimmungsvolle und gemütliche Weihnachtsfeier.

Aus dem personellen Bereich berichten wir, dass in der Kita Petrusheim die Erzieherin Frau Ute Bleck ihr 25. Dienstjubiläum und in der Kita Lindenhof die Erzieherin Frau Christel Jaede ihr 20. Dienstjubiläum begingen. Unseren beiden Mitarbeiterinnen danken wir sehr für die vielen Jahre ihrer guten Arbeit bei uns.

Und noch einige Informationen:
Die Kita Petrusheim nahm an einem kostenlosen Forschungsprojekt eines Instituts der Freien Universität zum Thema "Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung" teil, das in mehreren Phasen durchgeführt wird und noch nicht abgeschlossen ist.

Eine Internetseite der Gemeinde wird von Herrn Stefan Kraft z.Zt. entwickelt. Wir haben eine  Internet-Redaktionsgruppe zur Pflege dieser Seite gebildet.

Die  Erarbeitung eines Leitbildes für unsere Gemeinde ist ein sich langsam entwickelnder Prozess, der im kommenden Jahr auch über den Gemeindebeirat die einzelnen Gemeindegruppen beschäftigen wird. Eine Vorbereitungsgruppe des GKR arbeitet zunächst grundsätzliche Gedanken dazu heraus, faßt sie zusammen, so dass eine Art "roter Faden" entsteht, der durch die Thematik führt.

Wir danken Ihnen allen für ihre Mitarbeit an dem Erhalt und dem Werden unserer Gemeinde Petrus-Giesensdorf, auch für den spürbar guten Willen, unsere Fusion im Alltagsgeschehen zu verwirklichen. Ihnen allen wünschen wir Gottes Segen und Gesundheit für das Jahr 2001.

Renate Kolmorgen
Detlef Lutze