Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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23.9.2019

Den 'Schlüssel' machen, wie geht das eigentlich?
oder: Das kleine Einmaleins der Gemeindezeitungsherstellung

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Teil 2: Der Druck

Im ersten Teil ging es ums Layout. Vom fertigen Layout, den 16 DIN A4 Seiten, werden auf einem Laserdrucker Positivfilme angefertigt. Mit diesen Filmen stellt man Druckplatten her.

Jetzt ist die Arbeit am Computer beendet. Weiter geht es jetzt in der Druckerei. Unsere Gemeindezeitung wird in der Neue Arbeit Druckerei in Berlin-Steglitz gedruckt. Die Neue Arbeit gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft, und sie verfügt über den Zweckbetrieb Druckerei.

Vor der Druckplattenherstellung werden jetzt die einzelnen Seiten auf einem Lichttisch ausgeschossen und montiert.
Ausschießen heißt das richtige Anordnen der einzelnen Seiten im Druckformat, bei uns ist das DIN A3.

Ist diese Arbeit erledigt, wird die Montage auf eine Aluminiumdruckplatte gelegt und in einem Kopierrahmen belichtet.
Nach dem Belichten wird die Alu-Platte entwickelt, anschließend gesäubert.

Dann wird gedruckt. Der Drucker spannt die Druckplatte in die Maschine ein, macht einen Abzug und kontrolliert, ob alles an der richtigen Stelle ist. Sollte es das nicht, kann er mit Hilfe von Seiten- und Umfangverstellung den Stand auf dem Papier nachjustieren.

Offsetdruck

Offsetdruck oder indirekter Druck ist das gängigste und meist angewandte Druckverfahren in der Druckindustrie. In diesem Verfahren ist der Druckträger nicht erhaben, wie beim Buchdruck oder beim Stempel.

Eine beschichtete Aluminiumplatte wird in die Druckmaschine eingespannt und dann mit Wasser und Druckfarbe eingewalzt. Dort wo keine Schicht (Bild oder Foto) ist, nimmt die Platte Feuchtigkeit an, und dort wo eine Schicht vorhanden ist, wird Farbe angenommen. So entsteht durch die Vereibung der vielen Druckwalzen ein ausgewogenes Spiel zwischen Wasser und Farbe.

Offset heißt auch, dass der Druck nicht direkt von Druckplatte auf das Papier erfolgt, sondern erst auf ein Gummituch und von dort auf das Papier.

Druckfarbe

Die Druckfarbe besteht aus Farbpigmenten und Leinölfirnis.
"Druckerschwärze" kommt vermutlich aus dem Zeitungsbereich, als es noch keine farbigen Seiten gab. In grafischen Gewerbe wird dieser Begriff nicht benutzt.

Und das lesen Sie im letzten Teil:
Weiterverarbeitung, Buchbindearbeiten... Was ist eigentlich eine Rückstichheftung? Falzen, Heften, Frontbeschnitt – alles mit einer Maschine? Termine!!

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