Ein Dankeschön an die Petrus-Giesensdorfer
von der BUS STOP Crew
Seit April 1999 kooperieren die Petrus-Giesensdorfer Gemeinde und der
gemeinnützige Jugendhilfeträger NHW e.V. (Nachbarschaft hilft
Wohngemeinschaft) im Kinder-, Jugend- und Beratungsbus BUS STOP im
Gemeindezentrum Celsiusstraße.
NHW e.V. ist ein aus der Johanneskirchengemeinde in Lichterfelde West
entstandener Freier Träger der Jugendhilfe. Unter seiner Trägerschaft
leben 60 Kinder und Jugendliche im Sozialpädagogisch Betreuten
Jugendwohnen, in Kinderschutzstellen und in einer Erziehungswohngruppe.
In der Johanneskirchengemeinde betreiben die Ehrenamtlichen des Vereins das
gemeinnützige Café Machbar.
NHW ist im Besitz des ehemaligen Steglitzer Büchereibusses, mit dem ein
Pädagogenteam des Vereins, unterstützt auch von anderen Trägern, unter
dem Namen BUS STOP in der Thermometersiedlung arbeitet. BUS STOP
verfolgt ein Konzept aufsuchender Kinder- und Jugendsozialarbeit, versucht
dabei mobil und flexibel auf die Bedürfnisse junger Menschen einzugehen.
Das Team möchte in offener Arbeit Kinder und Jugendliche aus der Siedlung
ansprechen, ihnen Aufmerksamkeit und Zuwendung geben, gemeinsam mit ihnen
die Freizeit kreativ und "sozial verträglich" gestalten, sowie beratend
etwa bei der schulischen und beruflichen Perspektivklärung zur Seite
stehen.
In Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist leider auch die Finanzlage
unseres Jugendprojektes prekär. Doch keine Sorge – es folgt hier kein
Spendenaufruf, sondern wir wollen der Gemeinde, wollen Ihnen danken für
die unbürokratische, unproblematische Unterstützung, die Sie unserem Projekt
zum Wohle der Kinder und Jugendlichen haben zuteil werden lassen.
Seit
eineinhalb Jahren nutzt BUS STOP neben dem eigentlichen Jugendbus vor
allem das Gemeindezentrum Celsiusstraße kostenfrei, bietet dreimal die
Woche nachmittags Kinder-, abends Jugendarbeit. Wir erledigen gemeinsam
Schulaufgaben, bevor wir basteln, malen, tanzen oder Musik hören, wir
haben Ausflüge gemacht, einen halbjährigen Schwimmkurs organisiert, es
gab eine einjährige Pferdegewöhnung mit Reitkurs auf dem Holderhof.
Jugendliche haben ein Auto legal (!) zerlegt und die Ersatzteile gegen
kleine Spenden abgegeben. Wir haben, angeleitet durch eine Künstlerin,
gelernt Graffittis zu gestalten. Kinder sind mit unserem Bus in den
Fläming in die Ferien gefahren, mit anderen Kindern wurden mehrfach
Ferienprogramme mit täglichen Ausflügen, Besichtigungen und Vorträgen
organisiert.
Im Mai 2000 veranstalteten wir eine Woche lang im ganzen
Haus und Garten "Rampenlicht - Kulturtage in der Thermometersiedlung".
Dazu haben wir das ganze Haus umgeräumt und geschmückt und viele Künstler
engagiert, die für kleine und große BewohnerInnen der Siedlung aufgetreten
sind oder sie in die Kunst des Jonglierens, des Tanzens, des Töpferns oder
Papierschöpfens eingeführt haben.
Nun müssen wir uns verabschieden. Unsere Stellen waren vom Arbeitsamt
Südwest nur für zwei Jahre finanziert. Für uns persönlich besteht nicht
die Möglichkeit der Verlängerung der Finanzierung. Der Verein NHW bemüht
sich jedoch um die Einstellung eines neuen Mitarbeiterteams, das zu Beginn
des neuen Jahres mit dem Kinder- und Jugendbus in die Thermometersiedlung
gefahren kommt.
Danke und tschüs, die BUS STOP Crew
Kristin Ahrens, Tanja Dannenberg, Jürgen Bischof & Klaus Herrmann
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