Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

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13.12.2019

Ein Dankeschön an die Petrus-Giesensdorfer

von der BUS STOP Crew

Seit April 1999 kooperieren die Petrus-Giesensdorfer Gemeinde und der gemeinnützige Jugendhilfeträger NHW e.V. (Nachbarschaft hilft Wohngemeinschaft) im Kinder-, Jugend- und Beratungsbus BUS STOP im Gemeindezentrum Celsiusstraße.

NHW e.V. ist ein aus der Johanneskirchengemeinde in Lichterfelde West entstandener Freier Träger der Jugendhilfe. Unter seiner Trägerschaft leben 60 Kinder und Jugendliche im Sozialpädagogisch Betreuten Jugendwohnen, in Kinderschutzstellen und in einer Erziehungswohngruppe.
In der Johanneskirchengemeinde betreiben die Ehrenamtlichen des Vereins das gemeinnützige Café Machbar.

NHW ist im Besitz des ehemaligen Steglitzer Büchereibusses, mit dem ein Pädagogenteam des Vereins, unterstützt auch von anderen Trägern, unter dem Namen BUS STOP in der Thermometersiedlung arbeitet. BUS STOP verfolgt ein Konzept aufsuchender Kinder- und Jugendsozialarbeit, versucht dabei mobil und flexibel auf die Bedürfnisse junger Menschen einzugehen. Das Team möchte in offener Arbeit Kinder und Jugendliche aus der Siedlung ansprechen, ihnen Aufmerksamkeit und Zuwendung geben, gemeinsam mit ihnen die Freizeit kreativ und "sozial verträglich" gestalten, sowie beratend etwa bei der schulischen und beruflichen Perspektivklärung zur Seite stehen.

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist leider auch die Finanzlage unseres Jugendprojektes prekär. Doch keine Sorge – es folgt hier kein Spendenaufruf, sondern wir wollen der Gemeinde, wollen Ihnen danken für die unbürokratische, unproblematische Unterstützung, die Sie unserem Projekt zum Wohle der Kinder und Jugendlichen haben zuteil werden lassen.

Seit eineinhalb Jahren nutzt BUS STOP neben dem eigentlichen Jugendbus vor allem das Gemeindezentrum Celsiusstraße kostenfrei, bietet dreimal die Woche nachmittags Kinder-, abends Jugendarbeit. Wir erledigen gemeinsam Schulaufgaben, bevor wir basteln, malen, tanzen oder Musik hören, wir haben Ausflüge gemacht, einen halbjährigen Schwimmkurs organisiert, es gab eine einjährige Pferdegewöhnung mit Reitkurs auf dem Holderhof. Jugendliche haben ein Auto legal (!) zerlegt und die Ersatzteile gegen kleine Spenden abgegeben. Wir haben, angeleitet durch eine Künstlerin, gelernt Graffittis zu gestalten. Kinder sind mit unserem Bus in den Fläming in die Ferien gefahren, mit anderen Kindern wurden mehrfach Ferienprogramme mit täglichen Ausflügen, Besichtigungen und Vorträgen organisiert.

Im Mai 2000 veranstalteten wir eine Woche lang im ganzen Haus und Garten "Rampenlicht – Kulturtage in der Thermometersiedlung". Dazu haben wir das ganze Haus umgeräumt und geschmückt und viele Künstler engagiert, die für kleine und große BewohnerInnen der Siedlung aufgetreten sind oder sie in die Kunst des Jonglierens, des Tanzens, des Töpferns oder Papierschöpfens eingeführt haben.

Nun müssen wir uns verabschieden. Unsere Stellen waren vom Arbeitsamt Südwest nur für zwei Jahre finanziert. Für uns persönlich besteht nicht die Möglichkeit der Verlängerung der Finanzierung. Der Verein NHW bemüht sich jedoch um die Einstellung eines neuen Mitarbeiterteams, das zu Beginn des neuen Jahres mit dem Kinder- und Jugendbus in die Thermometersiedlung gefahren kommt.

Danke und tschüs, die BUS STOP Crew

Kristin Ahrens, Tanja Dannenberg, Jürgen Bischof & Klaus Herrmann

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