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27.6.2016

Die Giesensdorfer Kirche heute

Während der Kämpfe um Berlin im April 1945 brannte die Dorfkirche bis auf die Grundmauern nieder. Rund zehn Jahre sollten die Reste der Dorfkirche auf ihre Wiedererweckung warten; erst 1954 begann man mit der Sicherung und Enttrümmerung der Ruine.

Bilder aus dem Herbst 1954 zeigen dann einen Gottesdienst, der zum Beginn der Bauarbeiten abgehalten wurde. Beim Wiederaufbau der Dorfkirche orientierten sich die Architekten Charlotte und Ludolf von Waldhausen – beraten durch den Landeskonservator Scheper – bei der Innen- und Außengestaltung an den für das ausgehende Mittelalter angenommenen Befunden. Deshalb unterblieb auch die Rekonstruktion des Turmes und der Emporen im Innenraum.

Beim Wiederaufbau wurde der zerstörte Westgiebel nach dem Vorbild des erhaltenen, mittelalterlichen Ostgiebeles aus Feldsteinen gemauert und bekam anstelle des Turmes einen Dachreiter für eine Glocke. Bei der Eindeckung des Dachs orientierten sich die Architekten an der traditionellen Klosterbedachung mit Mönch und Nonne.

Der Innenraum erhielt ebenfalls eine einfache, aber ansprechende Ausstattung: Für die Bestuhlung wurden Eichenholzstühle mit Strohpolster, für die Beleuchtung schmiedeeiserne Leuchter an der Decke und den Wänden angefertigt. Den ebenfalls aus Eichenholz gefertigten Altar zieren zwei nach Entwurf des Bildhauers Fritz Becker gefertigte Leuchter; auch das Altarkreuz und der Taufstein wurden von Becker geschaffen.

Die beiden bunt verglasten Fenster oberhalb des Altares wurden vom Kunstmaler Wulk aus Haffkrug entworfen. Sie zeigen Szenen aus der Passion Christi. Das linke Fenster zeigt die Teilung der Kleider durch die Kriegsknechte unter dem Kreuz. Das rechte zeigt dagegen den auferstandenen Erlöser, der über den Tod – durch das Schwert verkörpert – triumphiert.

An der Westseite des Innenraums steht die von der Firma Schuke gebaute Orgel.

Erst 1975 wurde nach alten Plänen außen an der Nordostecke der Dorfkirche die 1945 zerstörte und danach abgetragene Sakristei wieder errichtet.

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